Schweizer Experte äussert sich zum Luzerner Todesfall nach der Corona-Impfung
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Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Todesfall in Luzern und der Corona-Impfung. (Bild: zvg/Biontech SE 2020)

Darum gab Swissmedic Entwarnung Schweizer Experte äussert sich zum Luzerner Todesfall nach der Corona-Impfung

2 min Lesezeit 11 Kommentare 01.01.2021, 12:54 Uhr

Knapp eine Woche nach dem Start der Covid-Impfungen hat die Nachricht vom ersten Todesfall nach einer Impfung in Luzern Schlagzeilen gemacht. Dass der Fall zu reden gab, hat den obersten Schweizer Impfstratege Christoph Berger nicht überrascht.

Christoph Berger ist der oberste Impfstratege der Schweiz. Der «Tages-Anzeiger» hat mit ihm über den Todesfall in einem Luzerner Altersheim gesprochen, der sich kurz nach einer Covid-Impfung ereignet hat. Zwar haben Untersuchungen gezeigt, dass die Impfung keinen Zusammenhang mit dem Todesfall hatte – trotzdem war die Aufregung gross und der Fall machte nach Bekanntwerden national Schlagzeilen (zentralplus berichtete).

Der Impfexperte zeigt sich darüber nicht überrascht. «Wir wussten, dass das passieren wird», sagt er im «Tages-Anzeiger». Das sei einfache Statistik: Noch vor Corona seien in der Schweiz pro Tag etwa 110 Personen im Alter über 80 Jahren gestorben. «Wenn wir nun alle Personen in dieser Altersgruppe impfen, ist früher oder später eine darunter, die kurz nach der Impfung stirbt», so Berger. Die Person wäre aber auch ohne Impfung gestorben, einfach weil sie krank oder alt ist. «Der Zusammenhang ist kein ursächlicher, sondern nur ein zeitlicher.»

Symptome passten nicht zu Impfreaktion

Weiter kommt Berger darauf zu sprechen, wie man feststellt, dass der Tod wirklich nicht eine Folge der Impfung war. «Der Arzt muss immer eine Todesbescheinigung ausstellen und beurteilen, ob es ein natürlicher oder ein ausserordentlicher Tod war. Letzteres muss er den Behörden melden, damit sie weitere Abklärungen machen können, zum Beispiel bei Verdacht auf eine Vergiftung oder einen Mord.»

Auch ein vermuteter Zusammenhang mit einer Impfung würde in diese Kategorie fallen. Der Arzt, der in Luzern den Verstorbenen untersuchte, habe keine Meldung erstattet, weil er von von einem natürlichen Tod ausging. «Ich selber kenne den Verstorbenen und seine Krankengeschichte nicht. Aber gemäss Arzneimittelbehörde Swissmedic war er 91 und hatte Vorerkrankungen.» Er sei mehrere Tage nach der Impfung gestorben und habe keine Symptome gezeigt, die zu einer Impfreaktion passen würden.

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11 Kommentare
  1. John, 12.01.2021, 13:12 Uhr

    Impfexperte Berger: «Noch vor Corona seien in der Schweiz pro Tag etwa 110 Personen im Alter über 80 Jahren gestorben.»
    Das ist falsch. Normale Sterblichkeit sind mindestens doppelt so viele.

  2. Karl Mayer, 01.01.2021, 18:41 Uhr

    Noch vor Corona seien in der Schweiz pro Tag etwa 110 Personen im Alter über 80 Jahren gestorben.
    Interessante Aussage. Und wieso dreht jetzt die ganze Schweiz am Rad weil täglich etwa gleich viele sterben?
    Warum hat das vor Corona niemanden gestört?

    1. Blany, 02.01.2021, 10:51 Uhr

      Die 110 Alterstode passieren weiterhin. Zusätzlich hat es auch noch die 100 Coronatote am Tag. Ist ganz klar an der Übersterblichkeit zu erkennen.

      Es geht darum die zusätzlichen Tote (die nicht nur Alte sind) zu vermeiden.

    2. André, 02.01.2021, 11:23 Uhr

      Weil nicht gleich viele sterben, die toten, die täglich genannt werden, sind nur auf die pandemie bezogen, die anderweitig verstorbenen kommen zusätzlich dazu.

    3. John, 12.01.2021, 13:17 Uhr

      @Blany und @Andre: Dass die gemeldeten Coronatoten dazu kommen, ist Unsinn. Es sterben maximal an einzelnen Tagen nur unwesentlich mehr als es das normale Sterbegeschehen erwarten lässt. Die Coronatoten muss man bei den anderen Todesarten abziehen, an denen sie gestorben wären, wenn sie nicht testpositiv gewesen wären.

  3. André, 01.01.2021, 17:53 Uhr

    Wueso soll ich euch zwei sowie dem zwielichtigen herrn pfluger glauben schenken? Gewisse leute sind hier schnell zur stelle um polemik und hetze zu verbreiten.

    1. Roli Greter, 01.01.2021, 21:13 Uhr

      Was meinen sie mit zwielichtig? Die einzige Polemik hier kommt von ihnen aus André. Vielleicht fangen sie an zu lesen statt zu jammern.

  4. mebinger, 01.01.2021, 17:46 Uhr

    Die Person ist nicht nicht AN sondern MIT der Spritze gestorben… 😉

    Komisch, wenn es um den Staat geht, dann sind Vorerkrankungen plötzlich relevant, wenn Angst erzeugt werde muss, sind sie völlig irrelevant

  5. Roli Greter, 01.01.2021, 13:33 Uhr

    Warum wird auch in diesem Beitrag verschwiegen dass der Heimarzt nicht involviert wurde. Die Berichterstattung zu diesem Thema ist höchst fragwürdig. Bitte ergänzen sie diesen Artikel mit den essentiellen Informationen.

    1. Roli Greter, 01.01.2021, 15:25 Uhr
    2. Harry, 03.01.2021, 10:23 Uhr

      Hallo Herr Greter

      Was ist wenn er wirklich an einer Urosepsis gestorben ist? Konnten Sie die Krankengeschichte aus erster Hand lesen?

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