Oberägeri erhöht die Steuern nicht – aber spart dafür

1 min Lesezeit 11.02.2016, 09:52 Uhr

Die Oberägerer haben im Dezember das Budget 2016 abgelehnt: Ihnen passte die geplante Steuererhöhung nicht. Deshalb muss die Gemeinde nun sparen – doch sinkende Steuereinnahmen machen das schwer.

An der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2015 wiesen die Ägerer das Budget zurück. Die Stimmberechtigten wehrten sich dagegen, dass die Gemeinde den Steuerfuss um drei Prozentpunkte erhöhen wollte, um das Defizit auszugleichen.

Investitionen gekürzt

Jetzt legt der Gemeinderat Oberägeri ein neues Budget vor. Dieses verzichtet auf eine Steuererhöhung. Dafür wird gespart: Sämtliche Ausgaben seien überprüft worden, teilt die Gemeinde mit. «Vom Sparauftrag war niemand ausgenommen». Insbesondere bei den Investitionen hat die Gemeinde Kürzungen von gut 2 Millionen Franken vorgenommen: Nicht dringende Ausgaben wurden gekürzt, verschoben oder gestrichen. Gemeindepräsident Pius Meier mahnt aber zur Vorsicht: «Wir haben gespart, wo es verträglich ist und auch Sinn macht. Wir wollen aber weiterhin als Wohn- und Arbeitsort sowie als Tourismusdestination attraktiv sein.»

Das neue Budget sieht ein Defizit von noch 1.9 Millionen Franken vor – das alte Budget rechnete mit 2.6 Millionen.

Tiefere Steuereinnahmen machen Strich durch die Rechnung

Eigentlich hätte das neue Budget nur 1.3 Millionen Franken im Minus sein sollen. Doch die Steuereinnahmen sind tiefer als früher angenommen und machen damit einen Teil der Sparanstrengungen zunichte.

Die Stimmberechtigten können an einer ausserordenglichen Einwohnergemeindeversammlung am 29. Februar 2016 über das neue Budget entscheiden.

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