Nun also doch: Uni Luzern führt Maskenpflicht ein
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Im Hauptgebäude der Universität/PH Luzern gilt ab 17. August die Maskenpflicht.

Verschärfte Corona-Massnahmen zum Semesterstart Nun also doch: Uni Luzern führt Maskenpflicht ein

3 min Lesezeit 1 Kommentar 07.08.2020, 11:28 Uhr

Studierende und Mitarbeiter der Universität müssen ab dem 17. August in den öffentlichen Räumlichkeiten eine Maske tragen. Von einer solchen generellen Pflicht war aber in einer ersten Fassung des Schutzkonzepts noch nicht die Rede. Man schätze die Lage inzwischen anders ein, heisst es seitens der Universität.

Das Credo an der Universität Luzern und der Pädagogischen Hochschule (PH) für das neue Semester lautet im Angesicht der Corona-Pandemie: Hybrider Unterricht. Dabei soll mit einer Kombination aus Fern- und Präsenzunterricht verhindert werden, dass sich zu viele Studierende gleichzeitig in den Räumlichkeiten der Hochschulen einfinden.

Dabei deutete zunächst einiges darauf hin, dass zum Semesterstart im September eine «Maskenpflicht light» gilt – also überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann (zentralplus berichtete).

Maskenpflicht auch beim Sport

Nun hat die Universität ihr Reglement aber kurz vor Semesterstart verschärft, was der «Luzerner Zeitung» aufgefallen ist. So gilt neu ab dem 17. August «im Uni/ PH-Gebäude eine allgemeine Maskentragepflicht, unabhängig davon, ob der Mindestabstand eingehalten werden kann», wie es in einem Dokument heisst, das auf der Website der Universität aufgeschaltet ist.

Die Regelung gilt auch für den Uni-Sportbetrieb. So können zwar auch Sportarten mit Körperkontakt wieder ausgeübt werden, jedoch ist dann «das Tragen einer Schutzmaske obligatorisch».

Ausnahme sind Einzelbüros und nur mit einer Person besetzte Büros.

Uni schätzt Corona-Lage als «ungünstig» ein

Die Anpassungen im Reglement wurden am 31. Juli hinzugefügt. Seitens der Unternehmenskommunikation der Uni verweist man darauf, dass bei der Corona-Thematik die Situation sich laufend ändere. Die Auskunft von Mitte Juli, demzufolge man noch nicht sagen könne, ob und inwiefern Masken im Herbstsemester an der Universität eine Rolle spielen, sei zu jenem Zeitpunkt ‹wahrhaftig› gewesen.

Doch nun gehe man davon aus, dass das Corona-Szenario, wie es sich derzeit präsentiert, «eher ungünstig» ist: «Die Fallzahlen sind gestiegen und die Erkenntnis ist definitiv da, dass Corona so rasch nicht verschwinden wird», gibt Sprecher Dave Schläpfer zu bedenken.

Dazu dürften im Herbst die ersten Erkältungen und dann die Wintergrippe auftreten. «An der Universität kommen Personen aus diversen Einzugsgebieten und aus verschiedenen Altersgruppen zusammen, daher erachten wir diese Massnahme zusätzlich zum Distanzhalten als richtig.» Schläpfer verweist weiter auf die Vorbildfunktion der Bildungsinstitution.

Und: Vom Handling her sei das Maskentragen einfach, auch sind Masken bereits erprobt, etwa durch die Tragepflicht im öffentlichen Verkehr.»

Kein Lohnersatz für Risikolandsünder

Neben der Einführung der Maskenpflicht beschränkt die Universität sämtliche Veranstaltungen im Uni/PH-Gebäude auf eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen. Apéros fänden keine statt.

Ergänzt wurde auch die Quarantänepflicht von zehn Tagen für Personen, die aus Risikogebieten zurückkehren. Für Mitarbeiter besteht dabei kein Anspruch auf Lohnfortzahlung, wenn sie schon vor Abreise gewusst haben, dass das besuchte Land auf der Risikoliste des Bundes steht. Ausnahme: Wenn Homeoffice möglich ist.

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1 Kommentare
  1. GRAFFITIARTIST Schweiz, 07.08.2020, 11:49 Uhr

    Morgen,

    schön wieder was von euch zu hören! Guter Beitrag.

    Viele Grüße
    Chrisrtoph

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