Nothilfe für die SGV: Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee ist gerettet
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Steuert die SGV wieder helleren Tagen entgegen? (Bild: Emanuel Ammon/Aura)

Pandemie setzt Luzerner Schifffahrt zu Nothilfe für die SGV: Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee ist gerettet

2 min Lesezeit 26.01.2021, 13:16 Uhr

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) ist in finanzielle Schieflage geraten. Die Pandemie verursachte derart massive Umsatzeinbrüche, dass das Unternehmen die Seekantone um Hilfe bitten musste – nun liegt eine Lösung auf dem Tisch.

Kaum ein anderes Transportunternehmen der Region leidet dermassen an den Folgen der Pandemie wie die SGV. Das Jahr 2020 war aus finanzieller Sicht schlicht brutal: Weil die Passagierzahlen um über 50 Prozent zurückgegangen sind, rechnet das Unternehmen mit einem Ertragseinbruch von bis zu 18 Millionen Franken (minus 50 Prozent) und einem Verlust von 8 Millionen (zentralplus berichtete).

In der Folge wendete sich die SGV die Anstösserkantone des Vierwaldstättersees – in der Hoffnung, von diesen unterstützt zu werden. Diese zeigten sich zumindest gesprächsbereit, die Leitung in diesen Gesprächen hat der Kanton Luzern übernommen (zentralplus berichtete).

Jetzt zeigt sich: Die Besprechungen scheinen gefruchtet zu haben: In der aktuellen Session des Luzerner Kantonsrats erwähnte Regierungspräsident Reto Wyss (CVP), dass eine Lösung erarbeitet worden sei.

SGV: «Positive Lösung»

Stefan Schulthess, Geschäftsführer der SGV AG, bestätigt gegenüber zentralplus, dass sich eine positive Lösung abzeichne. Zur deren Ausgestaltung könne die SGV derzeit jedoch noch keine Angaben machen. Dies, weil noch keine endgültige Vereinbarung unterzeichnet worden sei.

In Absprache mit den Kantonen stelle man eine gemeinsame Kommunikation mit dem Kanton Luzern in zwei bis drei Wochen in Aussicht, so Schulthess.

Neuerungen im Verwaltungsrat

Klar ist derweil, dass es im Verwaltungsrat der SGV zu Veränderungen kommt. An der nächsten Generalversammlung vom 2. Juni 2021 werden Vizepräsident Alfred Bossard und Verwaltungsrat Martin Bütikofer aus dem VR ausscheiden.

Bossard ist Nidwaldner Regierungsrat und tritt auf eigenen Wunsch nach acht Jahren aus dem Verwaltungsrat aus, wie es in einer Mitteilung heisst. Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz, tritt nach Ablauf der zwölfjährigen Amtszeitbeschränkung aus dem Verwaltungsrat aus.

Die beiden sollen durch Josef Felder (59, ehemaliger CEO der Flughafen Zürich AG) und Robert Meyer (53, Betriebsökonom und Mitglied des Vorstands des Vereins Dampferfreunde Vierwaldstättersee) ersetzt werden. Die fünf weiteren Verwaltungsratsmitglieder stellen sich einer Wiederwahl. Es sind dies Hans-Rudolf Schurter (Präsident), Felix Frei, Stephan Grau, Georg Reif sowie Marie-Helene Suter.

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