Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Noch posiert der Gemeindepräsident im Pool – bald wird geplantscht
  • Regionales Leben
  • Bauen
  • Freizeit
Die Wasserrutschbahn bereitete Pius Meier gewisse Kopfschmerzen. (Bild: woz)

Das neue Ägeribad wird zum grossen Freizeitpark Noch posiert der Gemeindepräsident im Pool – bald wird geplantscht

5 min Lesezeit 06.06.2018, 13:56 Uhr

Am 30. September ist es so weit: Dann kann man zum ersten Mal im neuen Ägeribad in Oberägeri planschen. Gemeindepräsident Pius Meier erklärt bei einem Rundgang mit zentralplus, über was er sich jetzt schon freut. Denn viel fehlt nicht mehr.

Es ist, als befände man sich in einer riesigen Disco: Überall auf der Baustelle des neuen Ägeribads schallen derzeit Musikhits aus zig Radios durch die Räume. Mit den entsprechenden Beats in den Gliedern lässt es sich offensichtlich leichter arbeiten. «Das motiviert schon, wenn wir um Viertel vor sieben starten», sagt ein Bauarbeiter und werkelt lächelnd weiter.

Die Arbeiter am Ägerisee sind schon recht weit. In gut drei Monaten, genauer gesagt: am 30. September, können nicht nur Badefreunde aus Oberägeri das erste Mal den grossen Zeh ins Wasser des Oberägerer Schwimm- und Wellness-Tempels direkt am Ägerisee tauchen.

Unterstütze Zentralplus

Denn dort, wo sich früher das Strandbad Oberägeri befand, erstreckt sich nun in einer wunderschönen Parklandschaft das Ägeribad. Aber eben nicht nur das.

Eine riesige Park- und Badi-Landschaft umgibt das neue Ägeribad – wobei die aufgewertete Badi mit Beachvolleyball-Feldern und erneuertem Seezugang nun sogar gratis ist.

Eine riesige Park- und Badi-Landschaft umgibt das neue Ägeribad – wobei die aufgewertete Badi mit Beachvolleyball-Feldern und erneuertem Seezugang nun sogar gratis ist.

(Bild: woz)

«Wir haben mit dem Neubau des Ägeribads künftig nicht nur eine touristische Freizeitattraktion. Für die Bevölkerung in Oberägeri wird durch das Bad generell ein grosser Mehrwert geschaffen», freut sich Oberägeris Gemeindepräsident Pius Meier, während er auf einer der neuen Holzbänke im Park sitzt.

Park und Badi auf einem Areal

Zum einen ist nämlich für die Öffentlichkeit die begehbare Zone am See durch den Bau des Bads vergrössert worden – indem nun auch das Areal des ehemaligen Strandbads für alle öffentlich als Park und als Badi zugänglich ist. Zum anderen hat die Gemeinde besagte einstige Badi so aufgewertet, dass die Grünflächen um das neue Hallenbad noch viel schöner wirken als früher. Dabei hat man unter anderem Teile des Rasens neu angesät.

«Die neue Badi ist komplett gratis.»

Pius Meier, Gemeindepräsident Oberägeri

Einer der Hauptvorteile sei, dass man nicht nur wie früher auch am See baden könne. «Sondern die neue Badi ist auch komplett gratis», sagt Meier. Dies sei im Gemeinderat so beschlossen worden. Gleichzeitig wurde der Seezugang durch einen neuen Steg und eine Treppe ins Wasser deutlich komfortabler und sicherer gestaltet. «Je nach Wetter wird die Badi auf die Sommerferien hin eröffnet», sagt Meier.

Neues Beachvolleyballfeld

Hinzu kommen die neuen Sitzbänke – auch für Leute, die nur einen Spaziergang übers neue Park- und Badi-Gelände machen wollen. «Für Kinder gibt es wieder ein Wasserspiel», sagt Meier. Ausserdem können sich künftig Beachvolleyballer auf zwei Feldern austoben. Auch eine Tischtennisplatte hat es – gleich neben der Terrasse des Hallenbad-Restaurants. Unterm Strich entsteht hier fast ein neuer Freizeitpark.

Schwungvoll: Ohne Rutsche geht's auch im neuen Ägeribad nicht.

Schwungvoll: Ohne Rutsche geht’s auch im neuen Ägeribad nicht.

(Bild: woz)

Doch zurück zum eigentlichen Topact – dem neuen Ägeribad. Das kostet bekanntlich laut dem vom Stimmvolk gewährten Projektkredit 36,3 Millionen Franken. 60 Prozent dieser Kosten plus zusätzliche 2,5 Millionen Franken für die erwähnte Aussengestaltung übernimmt die Gemeinde Oberägeri. 40 Prozent trägt die Nachbargemeinde Unterägeri. «Wir gehen davon aus, dass wir etwas unter dem bewilligten Kredit abschliessen», verspricht der FDP-Politiker.

60 Parkplätze plus Busbahnhof direkt vor der Tür

Wenn man sich in den Hallen des neuen Hallenbads umschaut, wird einem klar, welch schöne und funktionale Bade- und Wellness-Oase da direkt neben dem Busbahnhof im Endausbau ist. Wobei gerade der öffentliche Nahverkehr zum weiteren Pull-Faktor für die Badebesucher wird – selbst wenn für Autofahrer auch noch 60 Parkplätze inklusive Elektroaufladestation geschaffen werden.

Eine Stunde kann man dort gratis parkieren. Ab zwei Stunden kostet’s dann 2 Franken, jede weitere einen weiteren zusätzlichen Franken. Meier: «Das Tagesticket ist für acht Franken zu haben.»

Im Innern des Bads hat alles seine schöne Ordnung. Vom Empfang geht’s für Badegäste links gleich in die Umkleidekabinen. «Man kann aber geradeaus auch einfach ins Selbstbedienungsrestaurant und auf die Terrasse», erklärt Meier.

Stillgestanden! Die Türen zu den Umkleidekabinen im Ägeribad stehen schon offen.

Stillgestanden! Die Türen zu den Umkleidekabinen im Ägeribad stehen schon offen.

(Bild: woz)

Wer die Umkleide- und Duschprozedur hinter sich hat, gelangt schliesslich in die erste grosse Halle mit Multifunktions- und Kinderbecken. «Im Multifunktionsbecken kann der Boden flexibel in der Höhe eingestellt werden, so dass es beispielsweise für die Aquagymnastik die optimalen Bedingungen gibt», sagt Meier.

Im Sprudelbecken hat es schon Wasser

Direkt daneben arbeiten Handwerker noch an den «Innereien» des Kinderbeckens. Überall in den Schwimmbecken können die Badebesucher das Panorama des Ägerisees geniessen, das sich hinter den grossen Glasscheiben auftut. «Das gibt es in der Schweiz nur in Locarno, dass man den See direkt neben dem Hallenbad hat», ist der Oberägerer stolz auf das heimische Hallenbad mit Aussicht.

Im Sprudelbecken – draussen vor der Tür – lädt das Wasser schon zum Baden ein.

Im Sprudelbecken – draussen vor der Tür – lädt das Wasser schon zum Baden ein.

(Bild: woz)

Im Sprudelbecken draussen vor der Tür ist schon Wasser eingefüllt worden und sieht verlockend zum Baden aus. «Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass es hier im warmen Wasser besonders im Winter wohlig ist, wenn draussen auch noch 20 Zentimeter Schnee liegen», schwärmt Pius Meier.

«Die Holzeinrichtung strahlt Wärme und Behaglichkeit aus.»

Pius Meier, FDP-Gemeinderat

In der zweiten Halle des Ägeribads erstreckt sich das 25-Meter-Sportbecken. Noch ist alles staubig und trocken. Die Podeste der Sprungblöcke zu den acht Bahnen verhüllen Kartons. Wie lange es wohl dauert, bis das riesige Becken mit Wasser geflutet ist?

In den oberen Stockwerken des Ägeribads werkeln die Handwerker an der Wellness. «Hier in diesem Raum befindet sich so eine Art Mixed-Zone», sagt der Oberägerer Gemeindepräsident. Will heissen: Hier können sich Besucher auch miteinander unterhalten, Zeitung lesen, etwas trinken. Nebenan ist dann die Stillzone – wo absolute Ruhe herrschen muss. Pius Meier gefällt vor allem die helle Holzeinrichtung: «Die strahlt Wärme und Behaglichkeit aus.»

Kein Gefängnis: Das sind die hellen Holzraumteiler im Wellness-Bereich.

Kein Gefängnis: Das sind die hellen Holzraumteiler im Wellness-Bereich.

(Bild: woz)

Danach folgen Dampfbad, finnische Sauna und Bio-Sauna. Noch muss alles zusammengeschraubt und eingerichtet werden. «Wir haben uns auch noch entschlossen, eine dritte Sauna einzurichten – für Frauen, die nicht so gerne in eine gemischte Sauna gehen», lässt Meier wissen. Vom Wellness-Zentrum kann man auch auf den Balkon gehen und aus erhöhter Warte die Aussicht auf den Ägerisee an der frischen Luft geniessen.

«Wenn mehr Besucher ins Dorf kommen, ist zumindest auch das Potenzial vorhanden, dass mehr gekauft wird.»

Pius Meier

Im Ägeribad ist auch die Verwaltung des Musentempels untergebracht. In den bereits fertiggestellten Büroräumen werden sich zudem noch der Ägerital-Sattel-Tourismusverein einmieten sowie zwei schweizerische Sportverbände.

Das neue Ägeribad wird aber nicht nur das Freizeitangebot im Ägerital, ja im ganzen Kanton Zug auf einen Schlag verbessern. «Wenn mehr Besucher ins Dorf kommen, ist zumindest auch das Potenzial vorhanden, dass mehr gekauft wird», blickt Pius Meier auf mögliche Mitnahmeeffekte für den Oberägerer Detailhandel.

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare