Erweiterte Nutzung der Aussenplätze

Zuger Wirte: Corona hatte auch positive Auswirkungen

Restaurants in der Zuger Altstadt profitieren seit Corona von zusätzlichen Aussenplätzen. (Bild: Andreas Busslinger)

Die Gastronomie wurde durch die Corona-Massnahmen hart getroffen. Allerdings hatte die Pandemie auch positive Effekte für die Gastrobranche. Das zeigt sich am Beispiel Zug.

Zwei Lockdowns, reduzierte Öffnungszeiten, Schutzmassnahmen – die Gastrobranche war während der vergangenen 18 Monate wahrlich nicht zu beneiden. In der Stadt Zug hat sich seit Corona dementsprechend einiges verändert. Für die Wirte teils auch zum Positiven.

So können Zuger Wirte seit 2020 im Eilverfahren ihre Aussenbereiche auf dem öffentlichen Grund der Stadt vergrössern. Zahlreiche Betriebe haben von diesem Vorgehen Gebrauch gemacht. Nach zwei Sommern zieht der Zuger Stadtrat nun ein positives Fazit.

Viele Wirte loben das Vorgehen der Stadt. Und auch die Wohnbevölkerung in der Stadt zeigte sich während der vergangenen Monate tolerant gegenüber den erweiterten Aussenbereichen der Beizen. Dies sagt Sicherheitsvorsteher Urs Raschle gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Es habe zwar Fälle gegeben, in denen Betriebe gegen die Lärmvorschriften verstossen haben. Dies vor allem aufgrund überzogener Öffnungszeiten. So sagt Raschle: «Der eine oder andere Wirt hat unser Entgegenkommen ausgenutzt. Da haben wir zunächst das Gespräch gesucht und im Wiederholungsfall reagiert.» Konkret heisst das, dass der Betrieb in der Folge weniger Aussenplätze nutzen durfte. Zu einem Entzug der Bewilligung sei es aber noch nicht gekommen.

Bestes Sommergeschäft seit drei Jahren

Bemerkenswert ist der Erfolg der zusätzlichen Aussenplätze zum Beispiel bei der Fischerstube in der Unteraltstadt. Seit diesem Frühling hat der Wirt Andy Bliggenstorfer die Anzahl Plätze draussen mit einem terrassierten Holzdeck erweitert – und prompt das beste Sommerergebnis erzielt, seit er die Fischerstube vor drei Jahren übernommen hat.

Auch Bliggenstorfer berichtet, dass sich die Anwohner äusserst tolerant gegenüber der Erweiterung des Aussenbereichs zeigten: «Ich habe fast ausnahmslos positive Rückmeldungen aus der Nachbarschaft erhalten und freue mich, dass viele der Gäste auf dem Deck aus der Altstadt kommen», sagt er gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Dementsprechend freuen sich er und viele weitere Zuger Gastronomen, dass die zusätzlichen Aussenplätze auch im Sommer 2022 wieder genutzt werden können. Sicherheitsvorsteher Raschle hat dies bereits versichert. Die Aussensaison in diesem Jahr endet am 31. Oktober. Eine ganzjährige Erlaubnis nur Nutzung der Aussenplätze komme gemäss Raschle nicht infrage, da dem Stadtleben eine Pause im Winter guttue.

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