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Zuger Spezialärzte fühlen sich vernachlässigt

Eine Grippe, eine Verletzung oder chronische Schmerzen: Es gibt viele Gründe, einen Hausarzt aufzusuchen. Doch wenn die Kantone nichts unternehmen, gibt es bald zu wenig Allgemeinmediziner. Um dem drohenden Hausarztmangel entgegenzutreten, kann sich der Zuger Gesundheitsdirektor eine Anschubfinanzierung für Arztpraxen durch den Kanton vorstellen. Spezialärzte fühlen sich dadurch jedoch benachteiligt.

«Wenn wir nicht handeln, werden in 15 Jahren 40 Prozent der heutigen Hausarztbesuche nicht mehr abgedeckt sein», erklärte der Zuger Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann kürzlich. Um dem Hausarztmangel entgegenzutreten, kann er sich entweder eine Anschubfinanzierung für Arztpraxen durch den Kanton oder eine finanzielle Beteiligung an einem Lehrstuhl für Hausarztmedizin vorstellen.

«Grundversorgung braucht auch Spezialärzte»

Diese Ideen kommen zumindest bei den Zuger Hausärzten gut an. «Eine Anschubfinanzierung für junge Ärzte wäre gut», freut sich Pius Bürki, Präsident der Zuger Gesellschaft für Hausarztmedizin (Zugham). Die vorhandenen Ideen zur Förderung der ärztlichen Grundversorgung zeigen: Es geht vor allem ums Geld. Und das wollen auch die Spezialisten: «Die Spezialärzte werden im Moment vernachlässigt», sagt Karin Julia Stadlin, Präsidentin der Zuger Ärztegesellschaft, welche auch die Spezialisten vertritt, gegenüber der «Neuen Zuger Zeitung». «Es wird nur für die Hausärzte geschaut, dabei braucht es für die Grundversorgung auch Spezialärzte wie Orthopäden, Chirurgen, Gynäkologen, Augen- oder Ohrenärzte.»

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