Zuger Obergericht stützt Sika-Management

Die Erben der internationalen Baufirma Sika aus Baar sind auch in zweiter Instanz gescheitert. Das Zuger Obergericht bestätigte die Gültigkeit ihrer Stimmrechtsmehrheit nicht.

Das Zuger Obergericht hat gestern bekannt gegeben, dass es die Berufung der Schenker-Winkler-Holding der Er­benfamilie Burkard (SWH) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 20. März abgewiesen hat. Damit habe das Gericht den vorinstanzlichen Entscheid bestätigt. Die SWH sei also mit ihrem Begehren um den Erlass vorsorglicher Massnahmen im Berufungsverfahren abgeblitzt, schreibt die «Neue Zuger Zeitung». Die Frage, ob die Stimmrechtsbeschränkung zulässig war, müsse damit in einem ordentlichen statt im verkürzten Verfahren entschieden werden.

Wie der Begründung des Obergerichts zu entnehmen sei, würden rasche Massnahmen gegen die Stimmrechtsbeschränkung die umstrittene Übernahme durch den französischen Konkurrenten Saint-Gobain ermöglichen und dadurch unumkehrbar machen. Der Nachteil für Sika wäre damit grösser als jener für die Erbenfamilie. «Das ist ein wichtiger Tag für Sika, deren Mitarbeiter und 84 Prozent unserer Aktionäre», erklärte Sika-Präsident Paul Hälg.

Im Weiteren sei gestern ein Schlichtungsgesuch von der Aktionärsgruppe Sika-Spirit eingegangen. Die Gruppe, bestehend aus Ex-Sika-Kaderleuten, will die von der SWH einberufene ausserordentliche Generalversammlung am 24. Juli verhindern.

Zuger Obergericht stützt Sika-Management
Themen
Deine Ideefür das Community-Voting

Die Redaktion sichtet die Ideen regelmässig und erstellt daraus monatliche Votings. Mehr zu unseren Regeln, wenn du dich an unseren Redaktionstisch setzt.

Deine Meinung ist gefragt
Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Bitte beachte unsere Netiquette.
Zeichenanzahl: 0 / 1500.


0 Kommentare
    Apple Store IconGoogle Play Store Icon