Firma deponiert Bilanz

Zuger Amtsblatt-Nachfolgerin ist konkurs

Traditionell war das Marktblatt hinten an das Amtsblatt angeheftet. Seit diesem Jahr erscheint es eigenständig. (Bild: kok)

Jahrelang wurden im nicht amtlichen Teil des Zuger Amtsblatts – dem Marktblatt – Inserate geschaltet. Jetzt ist eine dahinterstehende Firma konkurs.

Im Marktblatt können Zugerinnen Inserate und Werbung schalten. Jahrelang wurde dieser nicht amtliche Teil des Zuger Amtsblatt zusammen mit dem amtlichen Teil an die Haushalte ausgeliefert. Es handelte sich dabei um den farbigen Teil des Amtsblattes.

Seit Ende 2022 darf die Herausgeberin, die Speck Medien AG, das Blatt nicht mehr herausgeben. Das Amtsblatt mit seinen Kleinanzeigen, in früheren Zeiten eine Lizenz zum Geld drucken, erscheint nur noch elektronisch.

Das Zuger Marktblatt existierte aber in anderer Form weiter. Die Speck Medien AG gab das Marktblatt als eigenes Blatt digital und gedruckt heraus. Für die Inseratenannahme wiederum ist die Marktblatt AG mit Sitz in Cham zuständig. Ebendiese Firma ist nun konkurs. Die vorläufige Konkursanzeige wurde im Zuger Amtsblatt veröffentlicht.

Sinkende Reichweite

Bereits im Januar schrieb ein Geschäftsleitungsmitglied der Speck Medien AG an zentralplus, dass die Reichweite der neuen Ausgabe hinter der des alten Marktblatts lag (zentralplus berichtete). Laut eigenen Angaben wurde das Blatt mittels Streuliste der Post im Kanton verteilt. Das bedeutet: Das Marktblatt landete nur in Briefkästen ohne «Keine Werbung»-Aufkleber.

Was der Konkurs der Firma für die Zukunft des Zuger Marktblatts bedeutet, ist noch nicht klar. Die Firma war für eine Stellungnahme am Freitag nicht erreichbar. Die beiden aktuellen Nummern wären ferien- (und wohl auch inseratebedingt) sowieso ausgefallen

Verwendete Quellen
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