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Argument Klima sticht nicht
Zug oder Flugi? Gemäss Luzerner Experte entscheidet der Preis

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Alle Züge durch den Gotthard ins Tessin fallen für's Erste aus. (Bild: SBB)

Dass Flugreisen schädlich sind fürs Klima, weiss inzwischen jeder. Gemäss einer Studie ist das Zugfahren in Sachen Klimabilanz die beste Art zu verreisen. Das allein bewegt die Ferienhungrigen aber nicht zum Umsteigen.

Gemäss Erhebungen der Zürcher Beratungsfirma Infras ist das Zugfahren deutlich umweltfreundlicher als mit dem Bus, dem Auto, dem Elektroauto und dem Flugzeug. Eine Fahrt mit einem TGV von Genf nach Paris beispielsweise verursacht mit dem Zug vier- bis sechsmal weniger Emissionen als die Fahrt mit dem Fernbus.

Mit einem konventionellen Auto verursacht die Fahrt 18- bis 28-mal mehr und mit dem Flugzeig 19- bis 28-mal mehr. Selbst das vermeintlich umweltfreundliche Elektroauto löst acht- bis zwölf- mal mehr Emissionen aus. In Auftrag gegeben hatte die Studie TGV Lyria.

Gemäss Verkehrssoziologe Timo Ohnmacht von der Hochschule Luzern reicht das aber nicht aus, um die breite Masse von Ferienhungrigen zum Umstieg zu bewegen. Ein tiefer Preis sei das wichtigste Argument. «Solange aber die Kostenwahrheit bei den Flugstrecken noch nicht gegeben ist, ist der Klimavorteil die aktuelle Trumpfkarte, welche die Bahnbranche spielen muss», wird er in der «Luzerner Zeitung» zitiert.

Weitere wichtige Faktoren für die Wahl eines Verkehrsmittels seien die Fahrzeit und der Komfort. Erst danach folgten das Prestige, die Konformität mit dem sozialen Umfeld und das Verantwortungsbewusstsein zum Beispiel für die Umwelt.

Grund: Ökobilanzdaten seien sehr abstrakt für die Konsumenten. «Wir sind noch am Punkt, wo wir die Bevölkerung darüber aufklären müssen, was viel ist und was wenig», wird Ohnmacht zitiert. Nützlich seien Klimabilanzrechner, die auf Buchungsplattformen aufgeschaltet werden.

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4 Kommentare
  1. Stefan Ernst, 10.06.2021, 12:19 Uhr

    Hier wurde im Sinne des Auftraggebers schön gerechnet. Eine Studie aus Deutschland kam bereits vor Jahren zum Schluss, dass der Fernbus weniger Emissionen verursacht als Zug fahren. Und notabene um Dimensionen kostengünstiger ist.

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  2. Andreas Peter, 10.06.2021, 09:48 Uhr

    Natürlich verursacht der TGV kaum Emissionen, der fährt ja auch mit feinstem französischem Atomstrom.
    Aber die KKW müssen wir ja wegen den linksgrünen Populisten und Panikmachern abschalten.
    Vielleicht sollte man doch erst einmal das Hirn einschalten, bevor man weitreichende Entscheidungen trifft.

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    1. Faktencheck, 10.06.2021, 10:01 Uhr

      Mit der Energiestrategie 2050 hat das Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen: Die bestehenden KKW bleiben bis zum Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer am Netz, dürfen nach ihrer Abschaltung aber nicht durch neue KKW ersetzt werden. Das Parlament hat eine satte rechtsbürgerliche Mehrheit.
      Die BKW hat bereits 2013 aus unternehmerischen Gründen entschieden, das KKW Mühleberg 2019 vom Netz zu nehmen.
      Ihre Aussagen zu den KKW sind also zu 100% falsch.

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    2. Andreas Peter, 10.06.2021, 10:23 Uhr

      @Faktencheck: Wer das gesellschaftliche Klima dafür geschaffen hat und die Panik betreibt, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren, Herr «Faktencheck».
      Die Abschaltung der AKW war über lange Zeit DAS Paradeprojekt von Linksgrün, bis man auf den Kohlendioxid Zug aufgestiegen ist.
      Ausserdem hat das Parlament de facto eine linke Mehrheit. «Die Mitte» und die GLP sind sicher keine «rechtsbürgerlichen» Parteien.
      Ich habe keine Ahnung, was bei meinem Beitrag «zu 100% falsch» sein soll.
      Ihr «Faktencheck» ist auf jeden Fall nicht sauber.

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