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Bund soll sich zurückhalten

Zug ist gegen die Verschärfung der Corona-Massnahmen

Gesundheitsdirektor Martin Pfister sowie seine Kollegen im Zuger Regierungsrat wollen vorerst keine verschärften Corona-Massnahmen auf nationaler Ebene. (Bild: uus)

Der Bundesrat hat am Montag verschärfte Corona-Massnahmen in die Vernehmlassung der Kantone geschickt. Der Kanton Zug hat darauf geantwortet – und ist mit dem Vorgehen des Bundesrats nicht einverstanden.

Die Ereignisse in der Corona-Pandemie in der Schweiz überschlagen sich derzeit. Erst scheute sich der Bundesrat vor der Covid-Abstimmung, neue Massnahmen zu ergreifen. Viele Kantone sind daraufhin in die Bresche gesprungen und haben auf kantonaler Ebene verschärfte Massnahmen beschlossen. Darunter auch der Kanton Zug, wo in öffentlichen Innenräumen ab heute eine Maskenpflicht gilt (zentralplus berichtete).

Gleichzeitig äussert sich der Kanton Zug zu den vorgeschlagenen Massnahmen auf nationaler Ebene, die der Bundesrat ab Montag umsetzen will. In seiner Stellungnahme zeigt sich, dass er sich vorerst keine verschärften Massnahmen vonseiten des Bundes wünscht: «Wir bitten den Bundesrat, Ruhe und Struktur in die Abläufe zu bringen und den Kantonen nun zuerst die Gelegenheit geben, ihre eigenen Massnahmen gegenüber der Bevölkerung kommunizieren und umzusetzen.» Der Kanton bitte darum den Bundesrat, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen, die während der Pandemie meist gut funktioniert habe, mit einem überstürzten Vorgehen nicht zu gefährden.

Zug will keine Ausweitung der Zertifikatspflicht

Entsprechend lehnt der Kanton Zug sämtliche vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen ab. Er will weder eine Ausweitung der Zertifikatspflicht noch begrüsst er die Erhebung der Kontaktdaten an Sport- und Kulturveranstaltungen. Auch von den drei Varianten des Bundesrats hinsichtlich Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz unterstützt der Kanton Zug keine einzige. Er verweist in seiner Stellungnahme darauf, dass der Kanton die ausgeweitete Maskenpflicht sowie Reihentests an den Schulen bereits umgesetzt habe.

So hält der Zuger Regierungsrat in seiner Stellungnahme abschliessend fest: «Der Bundesrat sollte sich darauf konzentrieren, die Lage weiterhin systematisch beobachten sowie beurteilen und sich jetzt auf eine allfällige Verschlechterung der epidemiologischen Situation sowie der Versorgungskapazitäten vorzubereiten.»

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