Osy Zimmermann feiert sein Abschied von der Bühne

Zug Kultur: Die Splitter einer ganzen Karriere

Vor genau 40 Jahren hat Osy Zimmermanns Bühnenkarriere im «Theater im Burgbachkeller» begonnen.

(Bild: Fotozug.ch / Christian Herbert Hildebrand)

In der neuesten Ausgabe des Magazins «Zug Kultur» geht Osy Zimmermann nochmal aufs Ganze. Respektive: geht auf seine ganze Karriere los. Für seinen Abschied holt er die besten Stücke hervor.

Also nimmt er einfach das Schwyzerörgeli, drückt probehalber ein paar Tasten und singt dann: «Ich bin de Verschacher–Seppeli, im ganze Land bekannt», singt Osy Zimmermann, «bi früener s flottischt Pürschtli gsi, jetzt bini Spekulant.»

Wir sitzen in seinem Arbeitszimmer an der Oswaldsgasse in Zug, direkt neben der Kirche, etwas tiefergelegt, dafür mit hoher Decke und breiter Glasfront in den Garten. Versteckte Lampen sorgen für Sonnenlicht.

Hier hat Zimmermann die letzten Jahrzehnte lang seine Bühnenprogramme ausgeheckt, zusammen mit seinem Spielpartner Paul Steinmann. «Wir haben immer gut gekocht, gut gegessen und dann einen Abend lang zusammen gearbeitet – er sitzt hier am Tisch und schreibt, und ich am Klavier und singe und probiere das gleich aus. So haben wir immer was zusammenbekommen, meistens sogar viel zu viel.»

Nummern aus den letzten 40 Jahren

Und hier sucht er nun die Splitter einer Bühnenkarriere zusammen, für sein allerletztes abendfüllendes Programm. Zimmermann ist nun 72 Jahre alt. Seine Karriere geht zu Ende, respektive, er räumt auf. «Ich denke, ich werde einige Nummern aus den letzten 40 Jahren bringen, aber das entsteht dann am Abend im Burgbachkeller. Hoffentlich ergibt sich das ganz flüssig.»

Zwei volle Abende sind geplant, beide schon praktisch ausverkauft. Zimmermann lässt sich von Paul Steinmann interviewen, dazwischen verwebt er die Dinge, die er am besten kann. «Meine Talente», sagt er, «Gesang, Schauspiel, Sprechnummern». Und Menschenverständnis.

Ein Kulturgewächs der widerstandsfähigen Sorte

Hier geht etwas zu Ende, das ganz eigen- und einzigartig war. Osy Zimmermann ist ein Kulturgewächs der widerstandsfähigen Sorte. Nie ganz im Rampenlicht verglüht, nie ganz in der Versenkung verschwunden. «Ich wollte einfach nie, dass mich die Bühne vereinnahmt», sagt er.

«Deshalb habe ich wenn immer möglich meine Programme und mein Leben in meinem eigenen Rhythmus organisiert.» Das bedeutet auch: immer wieder mal vom Radar zu verschwinden. Ganze Sommer in Frankreich zu verbringen, Monatelang nicht zu spielen. Und dann trotzdem wieder aufzutauchen.

Na, neugierig wie es weitergeht? Auf «Zug Kultur» gibt’s die ganze Geschichte zu Osy Zimmermann zu lesen.

Zum reinhören: Verschacher-Seppeli von Osy Zimmermann

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