«Wo bleibt Ihre Solidarität, Herr Nussbaum?»

Henry Bachmann aus Zug nimmt in seinem Leserbrief Replik auf einen Leserbrief von Dieter Nussbaum. Dieser mache darin «bizarre Behauptungen». Für Bachmann ist klar: Der einzige Weg, die Stadt Zug wieder zu dem zu machen, was sie einmal war, «führt über den leider kostspieligen Stadttunnel».

Nach dem fantastischen Märchen der Schildbürger mit dem einstürzenden Tunnel ihrer Stadt, kommt jetzt eine Flut an bizarren Behauptungen wie: Mehrverkehr in den Quartieren, einem Kreisel, der nicht funktioniert, vom Verkehr der nicht geschluckt werden kann und vom einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Herr Nussbaum weiss jetzt schon, dass es in Zug wegen des Stadttunnels zwanzig Prozent mehr Verkehr geben wird (Leserbrief von Dieter Nussbaum). Das steht in den Wolken nur leider kann es ausser ihm und seinen Freunden niemand lesen. Es braucht den Stadttunnel damit der Durchgangsverkehr durch die Innenstadt in Zukunft vor den Portalen kanalisiert werden kann und ein Ausweichen über Aussenquartiere verhindert wird.

«Respektlos» gegenüber den Bewohnern

Wenn Herr Nussbaum von der luxuriösen Flaniermeile von einigen hundert Metern spricht, die es nicht Wert sei, ist das gegenüber den zirka 8’000 bis 10’000 direkt betroffenen Bewohnern vom Casino bis zur Gubelstrasse respektlos. Diese Bewohner und die Geschäfte sind heute im Vergleich zu den Aussenquartieren sehr grossen Belastungen ausgesetzt. 
Respektlos ist es auch gegenüber den zahlreichen indirekt betroffenen Bewohnern im Bereiche der Löberen- und der Göblistrasse sowie grossen Teilen des Guthirtquartiers, die von der effizienten Kanalisierung des Stadttunnels massiv profitieren würden.

Identität der Stadt zurückgeben

Er verkennt die Geschichte der Stadt Zug, die um die Altstadt ringförmig nach aussen gewachsen ist, vor allem stark nach Norden. Hauptanziehungspunkt von Zug ist der See, die Altstadt und die ehemalige City, die in den letzten hundertfünfzig Jahren entstanden ist. Wir müssen dem Kern der Stadt die Identität zurückgeben, die er durch die Entwicklung nach Norden und den ganzen Verkehr verloren hat. Wir dürfen dieses Gebiet der Stadt mit den grössten Belastungen nicht einfach alleine lassen. Wo bleibt Ihre Solidarität, Herr Nussbaum?

Wer die Stadt mit ihrer Lage und Topographie wirklich kennt, weiss, es gibt nur eine Möglichkeit die Stadt wieder zu dem zu machen, was sie einmal war und dieser Weg führt nur über den leider kostspieligen Stadttunnel.

«Wo bleibt Ihre Solidarität, Herr Nussbaum?»
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