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Leserbrief zur Luzerner Fremdspracheninitiative

«Wir sollten den Mut haben, uns Fehler einzugestehen!»

Was bringt es, zwei Fremdsprachen auf Primarstufe zu unterrichten, wenn ein grosser Teil der Schüler die Lernziele nicht erreicht? Nichts, meint Rosy Schmid aus Hildisrieden, die deshalb für die Fremdspracheninitiative ist.

Seit rund 20 Jahren wird im Kanton Luzern auf der Primar Französisch unterrichtet und seit etwa 10 Jahren Englisch. Noch selten gaben Unterrichtsfächer so viel zu reden wie die Fremdsprachen. Warum? Seit Jahren zeigt es sich, dass ein bis zwei Drittel der Schüler die Lernziele nicht erreichen, also unter der Note 4 bleibt. Das gibt zu denken!

Verschiedene Massnahmen wurden zur Verbesserung eingeleitet, jedoch mit geringem Erfolg. Dabei werden die praktischen Fächer gekürzt und gekürzt. Für die Entwicklung der Kinder ist es saber ehr wichtig, dass auch die körperlichen Fähigkeiten Platz bekommen und weiterentwickelt werden können. Sie sollen mit dem «Kopf und den Händen denken können»!

Die persönliche Reife spielt für das Sprachempfinden und -erlernen eine massgebliche Rolle. Nur weil zweisprachig aufwachsende Kinder oft zwei Sprachen gleichzeitig lernen können, heisst das noch lange nicht, dass man mit etwas Fremdsprachunterricht in die gleiche Richtung gehen kann.

Die Zweisprachigkeit wird massgeblich vom gleichbleibenden Umfeld beeinflusst und nicht von Lektionen. Für den vielen Aufwand wünsche ich mir, unseren Kindern mehr auf den Weg zu geben –  und eine kindergerechte Schule. Deshalb stimme ich ja für eine Fremdsprache auf der Primarschule.

Rosy Schmid, Hildisrieden

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