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Umweltverbände machen Einsprache

Widerstand gegen Seilbahn von Weggis auf die Rigi

So soll die neue Seilbahn einst aussehen (Bild: Visualisierung Rigi Bahnen)

Umweltorganisationen haben gegen den Bau einer Seilbahn auf der Rigi Einsprache erhoben. Sie berufen sich darin auf das Bundesgericht.

Die Umweltverbände bemängeln die Nichteinhaltung des Waldgesetzes. Sie berufen sich dazu auf zwei Bundesgerichtsentscheide, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der geplante Seilbahnkorridor führe zum grössten Teil über Waldgebiet. Dies erfordere gemäss Bundesgericht eine Rodungsbewilligung. Der Planungsbericht äussere sich zum Wald allerdings nur «sehr zurückhaltend und schwammig». Zwingend sei auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung die belegt, dass die Rodung zu keiner erheblichen Gefährdung der Umwelt führt.

Neubau im Schutzwald sei nicht zulässig

Bei den vom Bau der Seilbahn betroffenen Wäldern handle es sich weitgehend um Schutzwälder für das Gemeindegebiet von Weggis handelt. «Stein- und Blockschläge aus der jüngsten Vergangenheit belegen, dass der heutige Wald seiner Schutzfunktion gerecht wird», schreiben die Umweltverbände in ihrer Mitteilung. Mit dem Neubau würde der Wald aus ihrer Sicht nicht nur durch Rodungen, sondern auch durch Niederhaltung von Bäumen und Sträuchern beeinträchtigt.

«Der Planungsbericht verharmlost, was dies im Detail bedeutet. Eine Niederhaltung stellt im Steinschlagschutzwald gemäss Waldgesetzgebung eine unzulässige Nutzung dar», so die Umweltverbände. Um den Schutz gegen Naturgefahren dennoch sicherzustellen– unter anderem auch zum Schutz der Masten – könnten am landschaftlich exponierten Rigihang neue Schutzbauten notwendig werden. «Eine Tatsache, die der aufliegende Planungsbericht gar nicht behandelt», wie es in der Mitteilung heisst.

Umweltverbände fordern neues Gutachten

Die Organisationen fordern zudem eine erneute Begutachtung durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK). Diese habe bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein Gutachten erstellt, ohne jedoch konkrete Projektdetails zu kennen. Zu den Einsprecherinnen gehören der Landschaftsschutz Vierwaldstättersee – Innerschweizer Heimatschutz, Pro Rigi, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Pro Natura und der WWF.

Das Stimmvolk soll im Mai über das Projekt abstimmen (zentralplus berichtete).

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