Weniger Mitgliederbeiträge und Spenden

Die Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (GöV) erzielte im vergangenen Geschäftsjahr weniger Einnahmen aus Mitgliederbeitägen und Spenden. Gleichzeitig sind die steigenden Spitalkosten und die notwendigen Investitionen eine grosse Herausforderung.

Die GöV erzielte im Geschäftsjahr 2014 
70.4 Millionen Franken an Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen und Spenden. «Das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr, aber dennoch ein erfreuliches Zeichen der Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit querschnittgelähmten Menschen», teilt die Schweizer Paraplegiker-Stiftung mit. Die steigenden Spitalkosten und die notwendigen Investitionen in Erneuerungs- und Erweiterungsbauten fordern die Mittelbeschaffung der GöV jedoch heraus.

Der Vorstand der GöV zeigte sich jedoch an der 22. Mitgliederversammlung vom Mittwoch zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2014. Hinter den weitgehend konstanten Fundraising-Erträgen stehen rund 1,8 Millionen Mitglieder der Gönner-Vereinigung. «Während die Jahresmitgliedschaften leicht zurückgingen, überschritten die lebenslangen Dauermitgliedschaften erstmals die Grenze von 50’000. Die Firmenmitgliedschaften legten um 28 Prozent zu.

17,6 Millionen für Betroffene

Die finanzielle Unterstützung querschnittgelähmter Menschen belief sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 17,6 Millionen Franken. Rund einen Viertel davon machen die Leistungen an neu verunfallte Gönnermitglieder aus. Weitere 13,2 Millionen flossen in Wohnungsumbauten, Hilfsmittel wie Rollstühle oder Beatmungsgeräte, Aus- und Weiterbildungen oder Kostenübernahmen von ungedeckten medizinischen Leistungen. «Diese Hilfe wird durch die Solidarität der Gönner ermöglicht», betont GöV-Präsident Heinz Frei.

Gemäss dem Modell der gegenseitigen Solidarität erhält jedes Mitglied der Gönner-Vereinigung bei unfallbedingter Querschnittlähmung und permanenter Rollstuhlabhängigkeit eine Unterstützung von 200’000 Franken. Diese Gönner-Unterstützung betrug letztes Jahr 4,4 Millionen Franken. 89 Prozent davon betreffen die Deutschschweiz, 11 Prozent die Westschweiz.

Mit 26,5 Millionen unterstützt die Stiftung im Weiteren die Leistungsfelder Medizin (Schweizer Paraplegiker-Zentrum), Integration und lebenslange Begleitung (Schweizer Paraplegiker-Vereinigung) sowie Forschung (Schweizer Paraplegiker-Forschung).

Zusätzliche Mittel nötig

Die Lebenserwartung von Querschnittgelähmten steigt. Ebenso die medizinischen und therapeutischen Kosten bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Tarifen im Gesundheitswesen. Sie machen immer mehr Mittel für den Betrieb der Spezialklinik notwendig. Gleichzeitig gilt es, die Gelder für die notwendigen Erneuerungs- und Erweiterungsbauten bereitzustellen, die mit dem Spatenstich am 1. Oktober dieses Jahres starten.

Um das Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Stiftung auch in Zukunft aufrechterhalten und weiterentwickeln zu können, sind steigende Fundraising-Erträge nötig.

Bewährter Vorstand wiedergewählt

Die anwesenden Gönnermitglieder zeigten sich mit der Arbeit des Vorstandes zufrieden. Vier Vorstandsmitglieder standen in diesem Jahr zur Wiederwahl, da ihre Amtszeit ablief: Barbara Moser Blanc (Rheinfelden/AG), Pius Segmüller (Luzern), Vreni Stöckli (Ibach/SZ) und Stephan Zimmermann (Zürich). Sie wurden von der Mitgliederversammlung der GöV in ihrem Amt für weitere zwei Jahre bestätigt.

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