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Kritische Fragen zu Kurskosten

«Weltwoche» nimmt Matthias Michel ins Visier

FDP-Ständeratskandidat Matthias Michel muss sich kritische Fragen zu einem Kurs gefallen lassen. (Bild: mag)

Mitten im Wahlkampf sieht sich der Zuger FDP-Ständeratskandidat Matthias Michel mit Kritik wegen einer finanziellen Angelegenheit konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich einen Kurs bezahlen liess und das Geld erst auf Druck eines Journalisten zurückerstattete. Michel widerspricht.

In zehn Tagen entscheiden die Zugerinnen und Zuger, wer nebst Peter Hegglin für den Kanton in den Ständerat zieht. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Matthias Michel (FDP) und Heinz Tännler (SVP) ab. Der freisinnige Kandidat muss sich im Schlussspurt des Wahlkampfs mit Vorwürfen zu seiner Transparenz herumschlagen.

Worum geht es? Die «Weltwoche» berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über zwei Weiterbildungskurse, die der ehemalige Regierungsrat 2018 im Hinblick auf sein Präsidium des Bankrates der Zuger Kantonalbank absolvierte. Den Posten hat er bekanntlich doch nicht angetreten, nachdem Joachim Eder (FDP) seine Demission als Ständerat bekannt gab und Michel damit politisch eine neue Türe öffnete (zentralplus berichtete).

Einen Kurs bezahlte die Bank – vorerst

Bleibt deshalb die Frage, wer die Kurse von Michel bezahlt hat. Der FDP-Kandidat behauptet gegenüber dem von SVP-Nationalrat Roger Köppel herausgegebenen Magazin, er sei selber dafür aufgekommen. Die ZKB präzisiert, dass sie die 8700 Franken für den einen Kurse zunächst übernommen habe. Michel habe den Betrag im März zurückbezahlt.

So weit, so harmlos. Laut «Weltwoche» erfolgte die Rückerstattung allerdings erst, nachdem ein Journalist bei Michel kritisch nachhakte. Der 56-Jährige wehrt sich jedoch gegen die Darstellung, er hätte das Geld erst zurückbezahlt, nachdem die Gefahr der Veröffentlichung gedroht habe. Dies sei eine «Unterstellung» und entbehre «jeglicher Grundlage», wird Michel in der «Weltwoche» zitiert.

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