Bestehende Standorte sind überlastet

Wegen Paket-Flut: Post expandiert nach Adligenswil

Wo einst Zeitungen fürs ganze Land gedruckt wurden, werden nun Pakete für die Region verschickt. (Bild: zvg)

In der ehemaligen Ringier-Druckerei in Adligenswil nimmt die Post ab Ende Oktober ein neues Paket-Verteilzentrum in Betrieb. Der neue Standort ist allerdings nicht als Ersatz für das Mega-Projekt in Buchrain angedacht.

Wohl die meisten unter uns haben spätestens während der Corona-Pandemie die Vorzüge des Online-Handels entdeckt. Egal ob Schuhe, Fahrrad oder ein neuer Tisch – alles lässt sich bequem mit wenigen Mausklicken vom Sofa aus bestellen.

Das hat Konsequenzen auf die Logistik der Post. Denn diese wird von Online-Bestellungen regelrecht überflutet. Das spürt man auch in Luzern. Die Verteilzentren in Rothenburg und Küsnacht würden aus allen Nähten platzen, sagt Post-Mediensprecherin Jacqueline Bühlmann gegenüber der «Luzerner Zeitung». Aus diesem Grund nimmt die Post per Ende Oktober ein neues Verteilzentrum in Adligenswil in Betrieb.

Dieses richtet die Post in der alten Ringier-Druckerei an der Ebikonerstrasse ein. Die Firma Ringier hatte dort bis 2018 Zeitungen gedruckt. Weil jedoch immer weniger gedruckte Zeitungen verkauft werden, stellte Ringier den Betrieb der Druckerei in Adligenswil ein. Davon waren über 170 Angestellte betroffen (zentralplus berichtete).

Das Areal befindet sich an der Ebikonerstrasse zwischen Adligenswil (links) und Ebikon (rechts). (Bild: Google Maps)

Nun mietet sich die Post auf einer Fläche von 3'500 Quadratmetern in der alten Druckerei ein, die mittlerweile als «Business Park Dietschiberg» als Büro-, Lager- und Produktionsflächenkomplex genutzt wird. In der sogenannten Zustellstelle in Adligenswil treffen Pakete aus grössere Paktezentren ein, von wo sie dann von den Postbotinnen an die Empfänger verteilt werden. Rund 50 Mitarbeiterinnen werden ihren Arbeitsort von Rothenburg oder Küsnacht nach Adligenswil wechseln.

Buchrain-Pläne bleiben bestehen

Die neue Stelle in Adligenswil ist nicht als Ersatz für das geplante Paketzentrum in Buchrain gedacht. Dort soll auf einer Fläche von über 50'000 Quadratmetern künftig bis zu 16'000 Pakete verarbeitet und an die verschiedenen Zustellstellen weitergeleitet werden. Gegen das Mega-Projekt wehrt sich die Gemeinde Buchrain gemäss eigenen Angaben mit «allen Mitteln», da durch die Logistik des Paketzentrums eine Überlastung des lokalen Verkehrs befürchtet wird (zentralplus berichtete).

Eine solche müsse am neuen Standort in Adligenswil hingegen nicht befürchtet werden, da die Dimensionen wesentlich kleiner seien als in Buchrain, wie Sprecherin Bühlmann beschwichtigt. Bereits ab 30. Oktober sollen von Adligenswil aus die ersten Pakete ausgetragen werden.

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