In Luzern trotz Lockdown Blumen verkauft

Wegen Corona: Gewerbler sind sauer auf Migros und Coop

In der Migros im Luzerner Schönbühl gingen auch nach dem Lockdown noch Blumen über den Ladentisch. (Bild: Leserbild)

Der Schweizerische Gewerbeverband erwägt eine Strafanzeige gegen Migros und Coop. Der Verband wirft den beiden Grossverteilern vor, nicht lebensnotwendige Güter zu verkaufen, obwohl dies derzeit verboten ist.

Laut einem Bericht der «Sonntagszeitung» hat der Gewerbeverband den beiden Detailhändlern brieflich ein Ultimatum gestellt. Wenn die Covid-Verordnungen des Bundes nicht unverzüglich und flächendeckend umgesetzt würden, ziehe man eine Strafanzeige in Betracht, heisst es. Migros und Coop weisen die Anschuldigungen zurück.

Fakt ist: Zum Ärger der geschlossenen Blumenläden verkauften Migros und Coop während einiger Tage nach dem Lockdown zum Beispiel Blumen, obwohl das untersagt war. So auch in Luzern (zentralplus berichtete). Auch Koffer, Spielwaren, Kleider oder nicht lebensnotwendige Haushaltsgegenstände sollen verkauft worden sein.

Die Kriegsrhetorik des Gewerbeverbands

Den Vorwürfen haftet an, dass sie mit kriegerischer Rhetorik vorgetragen wurden – so bedienen sich die Exponenten des Schweizerischen Gewerbeverbands, Verbandspräsident Jean-François Rime und Direktor Hans-Ulrich Bigler dem Ausdruck «Krisengewinnler». Dieser wurde nach den zweiten Weltkrieg verwendet, um Unternehmen und Personen zu bezeichnen, die Profit aus dem Krieg zogen.

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