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Projekt mit deutschen Forschern

Wann hat der Mensch das Rad erfunden? HSLU klärt auf

Die Hochschule Luzern unterstützt deutsche Forscherinnen, das Alter von steinzeitlichen Holzfunden zu bestimmen. (Bild: RGZM)

Wann hat der Mensch das Rad erfunden? Deutsche Forscherinnen wollen anhand von Holzfunden Klarheit schaffen. Ein wichtiges Puzzleteil liefert dabei die Hochschule Luzern.

Die Erfindung des Rades hat das Leben der Menschheit entschieden vereinfacht. Wann aber wurde es genau erfunden? Wissenschaftler aus Mainz wollen der Sache auf den Grund gehen – und holen sich dafür Hilfe aus Luzern.

Untersucht werden acht steinzeitliche Radfunde aus der Region der Alpenländer, darunter eines der ältesten Holzräder aus dem Laibacher Moor in Slowenien sowie über achtzig weitere konservierte Holzproben aus der Referenzsammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie in Mainz.

Weil es besonders schwierig ist, archäologische Holzfunde zu analysieren, ohne sie zu beschädigen, setzen die Wissenschaftlerinnen auf ein spezielles Tomografie-Verfahren. Das sogenannte DendroCT-Verfahren wird derzeit gemeinsam mit Physikern und Ingenieuren an der Hochschule Luzern (HSLU) und Dendrochronologen aus dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart umgesetzt.

«Cutaway – Konservierungs- und Materialanalyse von archäologischem Holz» heisst das interdisziplinäre Projekt und geht der Frage nach, welche Verfahren am besten geeignet sind, die seltenen Holzobjekte zu stabilisieren und erprobt die zerstörungsfreie Datierung der Objekte anhand computertomografischer Untersuchungen.

Die Ergebnisse zu den Untersuchungen der steinzeitlichen Radfunde werden Anfang 2023 erwartet, die Auswertungen sollen in einer Publikation veröffentlicht werden.

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