Militärjustiz untersucht Vorfall

Während Bürgenstock-Konferenz fiel plötzlich ein Schuss

Die Armee verschwieg einen Vorfall, der sich während der Bürgenstock-Konferenz ereignete. (Bild: Luzerner Polizei)

Mitte Juni haben sich zahlreiche Staatsoberhäupter auf dem Bürgenstock zu einer Friedenskonferenz getroffen. Wie nun bekannt wird, ist es währenddessen zu einem Zwischenfall gekommen. Die Armee hat ihn bislang verschwiegen.

Trotz umfassender Sicherheitsvorkehrungen ist es am Rande des Bürgenstock-Gipfels zu einem Zwischenfall gekommen. Wie der «Blick» berichtet, ist an jenem Freitag in der nahegelegenen Kaserne in Stans unbeabsichtigt ein Schuss abgegeben worden. Dahinter steckte ein Armeeangehöriger einer WK-Formation, die zu der Zeit in Stans stationiert war. Verletzt wurde niemand.

Wegen der gleichzeitig stattfindenden Hochsicherheits-Konferenz versuchte die Armee, den Schuss unter den Teppich zu kehren. Alle Beteiligten seien angehalten worden, zum Vorfall zu schweigen. Jedoch bestätigt das Verteidigungsdepartement den Vorfall gegenüber der Zeitung. Die Militärjustiz untersuche ihn derzeit.

Das passierte am Bürgenstock-Gipfel

Über 4000 Armeeangehörige und Polizistinnen aus der ganzen Schweiz sorgten für Sicherheit auf dem Bürgenstock (zentralplus berichtete). Sie beschützten die 100 internationalen Delegationen, darunter 57 Staats- und Regierungschefs. Anwesend waren unter anderem US-Vizepräsidentin Kamala Harris oder der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski, eine russische Vertretung jedoch nicht.

Die Ergebnisse nach der Konferenz sind überschaubar: 84 Staaten und Organisationen haben ein Communiqué unterzeichnet, das unter anderem nukleare Sicherheit oder Lebensmittelsicherheit fordert. Namhafte Staaten wie Indien, Südafrika und Saudi-Arabien haben diese jedoch nicht unterzeichnet.

Verwendete Quellen
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