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0:3 gegen den FC Basel

Vom FC Luzern kommt zu wenig

Der FC Luzern konnte sich im ersten Spiel (rechts Filip Ugrinic gegen Taulant Xhaka) nicht durchsetzen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Im ersten Spiel unter Trainer Mario Frick hat der FC Luzern keine Trendwende einleiten können. In der zweiten Halbzeit schlitterte er gegen den FC Basel in eine deutliche 0:3-Niederlage. Auch deshalb, weil Marvin Schulz sein Team mit einem Platzverweis schwächte.

Trotz kurzer Vorbereitungszeit mit Corona-Absenzen hat Mario Frick dem Tabellenletzten schon viel von dem beibringen können, was er in den nächsten Wochen und Monaten von seinem Team im Kampf gegen den Abstieg sehen will. Dazu gehört null Risiko im Spielaufbau. Der FCL hat sein offensives Heil zumeist in weiten Bällen gesucht und Goalie Marius Müller ist sowas wie sein Spielgestalter geworden.

Obwohl viele Aktionen im Niemandsland endeten, boten sich den Luzernern drei ziemlich gute Torgelegenheiten. Die beste davon hatte Nikola Cumic auf einen Wunderpass von Fussball-Arbeiter Simon Grether. Aber der Luzerner Angreifer brachte den Ball nicht an Basels Goalie Heinz Lindner vorbei (39.).

Dazu kamen zwei wuchtige Abschlüsse von Cumic und Filip Ugrinic. Aber beide Bälle flogen deutlich übers gegnerische Gehäuse. Der FCL hätte in Führung gehen können, aber der FC Basel liess zu Spielbeginn auch zwei gute Chancen liegen.

Jashari überzeugt, Jaquez zahlt Lehrgeld

Aber Frick zeigte auch Mut mit seiner Aufstellung: Für Innenverteidiger Denis Simani, der bei seinem Transfer nach Luzern eine Spielsperre mitnahm, brachte er den 18-jährigen Luca Jaquez. Er hätte auch den von Wil geholten Serkan Izmirlioglu bringen können, aber der war noch keine Woche im Kader.

Und im Mittelfeld betraute er den 19-jährigen Ardon Jashari mit den Defensivaufgaben. Jaquez wie Jahshari kamen beim Tabellenletzten zu ihrem Super League-Debüt, wirkten in ihren Aktionen unaufgeregt und machten ihre Sache ganz gut.

Jaquez zumindest bis zur Pause. Der Innenverteidiger traf im Strafraum bei einem Zweikampf sowohl den Ball auch Gegenspieler Dan Ndoye. Erst entschied sich Spielleiter Lukas Fähndrich für Eckball, wurde dann aber vom Video Assistant Referee dazu aufgefordert, sich die Szene nochmals am Bildschirm anzusehen.

Im Normalfall heisst das nichts Gutes. Und so auch dieses Mal. Fähndrich korrigierte seine ursprüngliche Entscheidung auf Strafstoss. Und den verwandelte Basels Fabian Frei souverän, auch wenn Marius Müller die richtige Ecke ahnte.

Aufbäumen des FCL bleibt aus

Vom FCL kam kein grosses Aufbäumen, keine zwingende Reaktion Neuzugang Asumah Abubakar hatte die beste Chance, als er sich im Sechzehner durchsetzte und Lindner erfolgreich intervenierte.

Fricks Team machte sich allerdings das Leben selber schwer, als Marvin Schulz innerhalb von drei Minuten zweimal die gelbe Karte für hartes Einsteigen holte und des Feldes verwiesen wurde.

Zu zehnt kassierten die Luzerner später noch das 0:2, als Darian Males die Unerfahrenheit von Jaquez ausnützte und sich mit einer Finte freie Schussbahn verschaffte.

Zum Abschluss fuhren die Basler noch einen Konter nach einem Eckball der Luzerner und machten das 0:3. Sie sorgten so für die sechste FCL-Niederlage in den letzten acht Meisterschaftsspielen.

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