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Zu viele Schulkinder und Vereine

Volksinitiative will neues Super-Hallenbad in Zug

Das Hallenbad Loreto in Zug wird von Schulen und Vereinen stark genutzt. Ein neues Hallenbad soll mehr Platz für die restlichen Einwohnerinnen schaffen. (Bild: zvg)

Eine Volksinitiative sammelt Unterschriften für ein neues, öffentlich zugängliches Hallenbad in der Stadt Zug. Hinter der Initiative steht der Schwimmclub Zug und die Zuger Partei CSP.

In der Stadt Zug gibt es zwei Hallenbäder. Beide sind an ein Schulhaus (Herti und Loreto) angegliedert und werden dort unter der Woche für den Schwimmunterricht genutzt. Abends trainieren Wassersportvereine in den Hallenbädern. Die anderen Einwohnerinnen der Stadt müssen mit den restlichen freien Zeiten vorliebnehmen.

Das reicht der CSP und den weiteren Unterstützer nicht. Sie wollen ein weiteres öffentliches Hallenbad, das nicht nur zu Randzeiten der Öffentlichkeit offensteht.

Die Stadt wächst und das Wetter wird immer unberechenbarer

Die Initiative argumentiert zum einen mit dem städtischen Wachstum. Seit dem Bau der Hallenbäder in den späten 60er- und frühen 70er-Jahren, ist die Stadt um die Hälfte von 20'000 auf 31'000 Einwohnerinnen gewachsen. Mit den Migrationswellen und der Stadtentwicklung rechnet man in den nächsten 15 Jahren mit weiteren 15'000 Menschen.

Damit einher geht eine grössere Nachfrage auch von den Schulen. Mehr Einwohner bedeutet auch mehr Schulkinder, die in den Schwimmunterricht gehen oder in einem Wassersportverein sind. Hinzu kommt für das Initiativkomitee das wechselhafte Wetter. Der Klimawandel führt zu immer mehr unberechenbaren Jahreszeiten. So seien Einwohnerinnen auch im Sommer manchmal froh um ein Hallenbad.

Umweltfreundliches Wettkampfbecken mit Wohnungen

Und wenn man schon eine Initiative lanciert, dann kann man auch gross greifen. Denn die Initiantinnen wollen nicht nur einfach ein gewöhnliches Hallenbad, sondern gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Zunächst wollen Sie das Hallenbad möglichst gut als Standortvorteil nutzen können. Deshalb soll es den Vorgaben von internationalen Wassersportwettbewerben genügen. Das Hallenbad in Zug könnte so zu einem Vorteil für die gesamte Innerschweiz werden.

Auch dem Einwand, dass ein Hallenbad gerade in einer Energiekrise nur unnütz Energie vergeude, hat das Komitee etwas entgegenzusetzen. Denn ein bewusster Bau mit Photovoltaik oder wärmespeicherndem Lehm könnte nachhaltige Energie nutzen und den Verbrauch stark minimieren.

In Kombination mit einem Wohnprojekt könnte das Hallenbad die Energie so auch weiter zur Verfügung stellen. So etwa, wenn es auf oder am Hallenbad Wohnungen gäbe. Damit würde das Projekt auch nicht den dringend benötigten günstigen Wohnraum verbauen.

Das Initiativkomitee muss die Initiative spätestens am 4. Januar 2023 einreichen. Bis dahin können sie Unterschriften sammeln.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung des Initiativkomitees
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