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Verkehr 2013: Weniger Unfälle, weniger Verletzte

Letztes Jahr haben sich im Kanton Zug 835 Verkehrsunfälle ereignet, das sind 60 weniger als im Vorjahr, teilt die Zuger Polizei in ihrer Verkehrsstatistik mit. Die Zahl der verunfallten Personen erreichte 2013 den tiefsten Stand seit 1995. 

Die Zuger Polizei zieht ein positives Fazit: Es gab weniger Unfälle und weniger Verletzte. Die Hauptunfallursachen waren Ablenkung und nicht angepasste Geschwindigkeit.

Ein Todesfall, 60 schwer Verletzte

Bei den 835 Verkehrsunfällen kam es zu einem Todesfall. Ein Mann starb bei einem Selbstunfall. Der 61-jährige Motorradfahrer verunfallte Ende August auf der Artherstrasse in Oberwil bei Zug.

Laut Statistik wurden erneut weniger Personen verletzt. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 298 Verkehrsteilnehmende zu Schaden, 60 davon wurden schwer verletzt und 237 leicht verletzt. Bei den Verletzten beträgt der Rückgang 25 und 11 Prozent gegenüber 2012.

Mehr leichtverletzte Fussgänger

Die rückläufige Tendenz der Verkehrsunfälle bildet sich gleichmässig auf allen Strassenarten ab. Nach wie vor werden die Autobahnen ihrem Ruf nach den sichersten Strassen gerecht. Hier hat sich die Zahl der Schwerverletzten mehr als halbiert.

Ebenfalls um rund 50 Prozent zurückgegangen ist die Zahl der schwerverletzten Fussgänger, demgegenüber stieg aber die Zahl der Leichtverletzten um 75 Prozent. Auf Fussgängerstreifen sind insgesamt 31, neben Fussgängerstreifen deren 13 Personen verunfallt.

Erneut mehr Unfälle wegen Unaufmerksamkeit

2013 haben sich erneut mehr Unfälle aufgrund fehlender Aufmerksamkeit ereignet. Die Zahl stieg von 273 auf 337, wobei die Selbst- und Auffahrunfälle die Rangliste anführen. Schleuder- und Selbstunfälle sowie Frontalkollisionen sind oft auf Alkohol- oder Drogenkonsum, beziehungsweise auf übersetzte Geschwindigkeit zurückzuführen. Bei 37 Unfällen stand die oder der Lenkende unter Alkoholeinfluss, 27 davon waren Selbstunfälle.

Die Zuger Polizei hat bei ihren Kontrollen 122 nicht fahrfähige Fahrzeuglenkende aus dem Verkehr gezogen. Alkoholkontrollen seien für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit notwendig, so die Polizei. Das zeige auch die Tatsache, dass von den 122 kontrollierten Fahrzeuglenkenden 15 einen Wert von über 2 Promille aufwiesen. Der höchste Wert lag bei 2.97 Promille.

Verkehrsteilnehmende minimieren ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit bewusst oder unbewusst durch ablenkende Tätigkeiten wie lauter Musik, Telefonieren oder SMS schreiben. Personen unter Zeitdruck fallen vor allem durch stressbedingte Unfälle, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Ungeduld auf.

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