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Entwicklung der Luzerner Polizei

Vereinbarkeit: Die Mitte sorgt sich um den Polizeiberuf

Der Polizeiposten in Meggen bleibt diesen Sommer geschlossen, vielleicht noch länger. (Bild: Website Gemeinde Meggen)

Die Luzerner Polizei hat es derzeit nicht einfach. Personalmangel, Multitasking zwischen Veranstaltungen von Kanton und Bund und noch dazu verunsicherte Gemeinden. Die Mitte Luzern sorgt sich noch um andere Dinge.

Die Luzerner Polizei hat in den letzten Wochen für viele Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem als bekannt wurde, dass ein Grossteil der Polizeiposten diesen Sommer geschlossen bleibt, weil nicht genügend Personal zur Verfügung stehe (zentralplus berichtete). Nun hat der Kanton Luzern seine Planung für die weitere Entwicklung der Luzerner Polizei - Projekt «Organisationsentwicklung 2030» - in die Vernehmlassung gegeben. Dies läuft noch bis am 8. Juli.

Bei Die Mitte zeigt man sich grundsätzlich einverstanden. Es braucht mehr Personal und auch die Schliessung von gewissen Posten unterstützen sie grundsätzlich. Dennoch machen sie sich auch Sorgen um den Lokalbezug und die Sicherheit auf regionaler und kommunaler Ebene.

Den Gemeinden fehlt der Kontakt zur Polizei

Ganz ähnlich wie die SP sorgt sich auch Die Mitte um die Kommunikation mit der Bevölkerung (zentralplus berichtete). Sie fordern deswegen den Kanton dazu auf, konkret aufzuzeigen, wie die Gemeinden ohne einen Posten den Kontakt aufrechterhalten können. «Es müssen Möglichkeiten der direkten und indirekten Kommunikation und Kontaktaufnahme für die Bevölkerung und die Behörden sichergestellt werden», heisst es in ihrer Stellungnahme.

Dabei geht es der Partei auch um die Sicherheit. Die Befürchtung ist, dass ohne einen Posten die Zuständigkeiten nicht vollständig klar sind: «Die Mitte Kanton Luzern fordert von der Regierung eine klare und verbindliche Darstellung, wie die Sicherheit der Bevölkerung in den Regionen ohne Polizeiposten gewährleistet wird.»

Dabei haben sie vor allem die Stadt-Land-Unterschiede im Kopf. Denn der Begriff von Bürgerinnennähe könne sehr unterschiedlich verstanden werden. Das sei besonders wichtig beim sogenannten «Community Policing», also der Kooperation von Polizei und Bevölkerung beim Erkennen von Problemen.

Die Polizei soll die Berufe attraktiver machen, auch für Familien

Für Die Mitte ist klar, dass es eine Personalaufstockung braucht. Die total 118 Stellen, die stufenweise in den nächsten acht Jahren bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft geschaffen werden soll, halten sie für sinnvoll.

Allerdings sind sie angesichts des Fachkräftemangels skeptisch, ob die Polizei dieses Ziel erreichen wird. Deswegen appellieren sie daran, einen Fokus auf zeitgemässe Arbeitsbedingungen und -modelle zu setzen. «Die Erarbeitung eines Generationenkonzepts, Angebote von attraktiven Stellen/Funktionen auch für ältere Mitarbeitende und Massnahmen zur Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind unabdingbar.»

Verwendete Quellen
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