Stadt Zug reicht Baugesuch ein

Vandalenschutz in Zug: Neues Unisex-WC in der Katabucht

Nachts abgesperrt: Die WC-Anlagen bei der Zuger Katastrophenbucht. (Bild: Beat Holdener)

Die WC-Anlage bei der Katastrophenbucht ist im Frühling diesen Jahres mehrfach verwüstet worden. Nun reagiert die Stadt Zug und reicht ein Baugesuch für eine vandalensichere Toilette ein.

Die Stadt Zug will dem Vandalismus den Riegel schieben. Ein Baugesuch, welches Ende November im Amtsblatt erschien, ist kurz gefasst: «Einbau von WC-Anlage (...) Vorstadt, Katastrophenbucht». Die Anlage soll nicht nur repariert werden. Geplant ist eine gänzlich neue Installation: unisex, aus Chromstahl und vor allem vandalensicher. Der bisherige Vorraum der Toiletten verschwindet und die Kabinen sind direkt von aussen zugänglich. Kostenpunkt? Gut 190'000 Franken.

Die Katastrophenbucht in Zug ist besonders während der wärmeren Monate ein beliebter Treffpunkt für Aus- und Partygänger (zentralplus berichtete). Dabei herrscht stets reger Betrieb bei der WC-Anlage, ist sie doch eine der wenigen öffentlichen am Zugersee (zentralplus berichtete). Folge davon war die letzten Jahre vermehrt Vandalismus, der sich auch kostentechnisch bemerkbar machte. Während der letzten fünf Jahre musste die Stadt Zug gut 28'000 Franken ausgeben, um die Schäden zu beheben.

Vandale muss 200 Franken zahlen

Damit soll jetzt Schluss sein. Erst kürzlich wurde ein Strafbefehl rechtskräftig. Anfang Juni schlug ein 20-Jähriger mit beiden Händen gegen eine der Deckenlampen in der Herrentoilette und beschädigte sie dadurch. Der Detailhandelsfachmann nahm den Schaden von 800 Franken «durch sein rabiates Vorgehen zumindest billigend in Kauf», wie dem Strafbefehl zu entnehmen ist.

Verurteilt wird der Baarer mit kosovarischen Wurzeln zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 40 Franken. Diese muss es zahlen, wenn er in den nächsten zwei Jahren rückfällig werden sollte. Sofort fällig wird eine Busse von 200 Franken. Zudem fallen Gebühren von 400 Franken an und die Stadt Zug kann beim Zivilgericht Schadenersatz fordern.

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