Wirtschaftliche Folgen des Krieges

Ukraine-Krieg: Diese Zuger Unternehmen sind betroffen

Der Baustoffkonzern Sika aus Baar betreibt eine Niederlassung in Kiew. (Bild: zvg)

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf Unternehmen in der Zentralschweiz. Viele sind geschäftlich in der Ukraine tätig und stehen vor unsicheren Zeiten.

Der Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine hat schreckliche Auswirkungen für die dortige Zivilbevölkerung. Millionen Menschen haben Angst, wollen ihr Land verlassen und stehen vor einer grossen Ungewissheit.

Der Krieg zieht aber auch wirtschaftliche Folgen mit sich. Und die werden verschiedene Zentralschweizer Unternehmen zu spüren bekommen. Mit der Sika in Baar und Schindler in Ebikon betreiben zwei grosse, regionale Firmen Niederlassungen in Kiew.

Wie sich die aktuelle Lage vor Ort präsentiert, wollten der «Luzerner Zeitung» beide Firmen nicht verraten. Die Sicherheit ihrer ukrainischen Mitarbeiter ist angesichts der russischen Angriffe auf die Hauptstadt wohl gefährdet.

Wichtiges Exportland

Viele weitere Zentralschweizer Unternehmen exportieren Waren in die Ukraine. Auch diese Exporte stehen vor einer ungewissen Zukunft. 15 Zentralschweizer Firmen lieferten 2021 Waren im Wert von knapp 40 Millionen Franken in die Ukraine. Dies zeigen die der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ). Zwar sind mehr Zentralschweizer Unternehmen in Russland tätig. Deren Exporte beliefen sich 2021 jedoch «nur» auf einen Gesamtwert von 14 Millionen Franken.

Auswirkungen der Sanktionen

Zuletzt wird auch die Luft für Unternehmen mit russischer Beteiligung in Zug und Luzern zunehmend dünner. Die Nord Stream 2 AG in Zug steht schon seit Tagen in der Kritik (zentralplus berichtete). Recherchen vom «Tages Anzeiger» haben gezeigt, dass zwei Niederlassungen der russischen VTB-Bank hart durch die US-Sanktionen getroffen werden (zentralplus berichtete).

Schliesslich wächst auch der Druck auf den Bundesrat, sich den Sanktionen der EU anzuschliessen. Sämtliche Parteien ausser der SVP fordern, dass der Bund härter gegen Privatpersonen vorgeht, die dem russischen Regime nahestehen. Der Bund soll deren Konten in der Schweiz einfrieren, so die Forderung der Parteien.

Verwendete Quellen
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1 Kommentar
  • Profilfoto von Christlich-Soziale Partei der Stadt Zug
    Christlich-Soziale Partei der Stadt Zug, 28.02.2022, 11:40 Uhr

    Es ist einer der schwärzesten Augenblicke in der europäischen Geschichte seit dem 2. Weltkrieg: Die Invasion in die Ukraine durch eine übermächtige russische Militärmacht. Sie bringt millionenfaches Leid über die Zivilbevölkerung und könnte Europa an den Rand eines Atomkrieges führen.

    Der Kanton Zug, insbesondere aber auch die Stadt Zug sind in einer besonderen Verantwortung. In Zug sitzen die beiden Nord Stream Firmen, welche einerseits die bestehende aktive Pipeline von Zug aus steuern und anderseits mit Nord Stream 2 die neue Pipeline durch die Ostsee gebaut und in Betrieb nehmen wollen. In Zug sitzt ebenfalls GAZPROM Schweiz AG mit einer Tochtergesellschaft.
    Die CSP ruft die Regierung von Stadt und Kanton dazu auf, unverzüglich alle informellen und formellen Kanäle zu nutzen, um auf die Führungsriege der genannten, dem Kreml personell und finanziell stark verbundenen Firmen einzuwirken, damit diese ihren Einfluss auf Moskau geltend machen. Es kann nur ein Ziel geben: Sofortiger Waffenstillstand und Rückzug der russischen Truppen. Jeder Tag zählt.

    Vroni Straub-Müller, Co-Präsidentin
    Martin Iten, Vorstand

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