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Dringliches Postulat eingereicht

SVP Zug fordert Aufhebung der Maskenpflicht

Die Maskenpflicht beschneide die ungehinderte Atmung, so die SVP. (Bild: pixabay)

Der Regierungsrat habe «in unverhältnismässiger Weise in die Freiheitsrechte» der Bevölkerung eingegriffen, findet die SVP Kanton Zug. Deshalb soll die Maskenpflicht rückgängig gemacht und dem Kantonsrat mehr Handlungsmacht übertragen werden.

Wer im Kanton Zug einkaufen geht, muss seit Samstag eine Maske anziehen. Dies hatte der Regierungsrat vergangene Woche beschlossen (zentralplus berichtete). Schon nach wenigen Tagen wird nun wieder die Abschaffung der Maskenpflicht gefordert.

«Mit der Einführung einer generellen erweiterten Maskenpflicht in Verkaufslokalen, Einkaufszentren sowie für Mitarbeitende von Restaurationsbetrieben per 10. Oktober 2020 hat der Regierungsrat des Kantons Zug in unverhältnismässiger Weise in die Freiheitsrechte der Zuger Bevölkerung eingegriffen», begründet SVP-Fraktionschef und Kantonsrat Manuel Brandenberg das dringliche Postulat.

Künftig soll das Parlament entscheiden

Masken würden die «ungehinderte Atmung» beschneiden und den «spontanen Austausch und Dialog zwischen den Bürgern» einschränken. Ausserdem verbreite sie eine «pathologisierende und einschüchternde Atmosphäre». Die Massnahme sei «weder geeignet noch erforderlich», um die Ausbreitung von Covid19 zu verhindern. Der Effekt von Schutzmasken sei zudem unklar.

Die SVP will sogar noch einen Schritt weiter gehen: Dem Regierungsrat soll auch die Zuständigkeit für generelle Massnahmen gemäss dem Bundesgesetz über die Epidemie entzogen werden, heisst es in einem weiteren Vorstoss. Stattdessen solle künftig das Parlament entscheiden.

Bisher wurde die Maskenpflicht grundsätzlich eingehalten, wie ein Augenschein von zentralplus zeigte. Viele Menschen können den Entscheid nachvollziehen. Ganz ohne Untersützung steht die SVP aber nicht da: Auch bei der Umfrage von zentralplus gaben manche zu bedenken, dass die Maskenpflicht Umstände verursache.

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