SP schielt nach Barcelona

Superblock: So soll die Stadt Luzern grüner werden

Grüne Oasen: Im Hirschmattquartier sind viele Wohnhäuser ringförmig um die Innenhöfe angelegt. (Bild: Emmanuel Ammon/Aura)

Aussen pfui, innen hui: Blockrandbebauung werden Wohnhäuser genannt, die zu einem geschlossenen Ring gruppiert sind – so dass ruhige Innenhöfe entstehen. In Barcelona wird dieses System nun zu sogenannten Superblocks ausgeweitet. Für die SP könnte das auch ein Modell für Luzern sein.

Was Blockrandbebauungen sind, lässt sich am Hirschmattquartier in Luzern gut erklären. Das Gruppieren von Wohnhäusern zu einem geschlossenen Ring um einen gemeinsamen Hof war dort bis etwa 1910 die vorherrschende Bauweise. Was zunächst als moderne Art des Städtebaus galt, wurde mit der Zeit zunehmend als «undemokratisch» verpönt. «Tatsächlich waren die Wohnverhältnisse ungleich: Die unteren Wohnungen erhielten weniger Licht als die oberen, die Eckwohnungen unterschieden sich in ihren Grundrissen von den übrigen Wohneinheiten», schreibt der Quartierverein Hirschmatt-Neustadt auf seiner Website.

Nun erlebt die Bauweise im Zuge des Klimawandels neuen Aufschwung. Denn: Ein Vorteil ist, dass die Innenhöfe vom Strassenverkehr abgeschottet sind und als Freiräume genutzt werden können. Die SP erkennt darin Potenzial. «Die Stadt Barcelona hat das System von Blockrandbebauung nun ausgeweitet und sogenannte Superblocks eingeführt und dadurch den Verkehr auf den Hauptachsen konzentriert und grüne Freiräume geschaffen», schreiben die Grossstadträte Nico van der Heiden und Yannick Gauch sowie die Grossstadträtin Raphaela Meyenberg in einem Vorstoss.

Eine Masterarbeit habe das Potenzial für Superblocks in der Stadt Zürich analysiert. Die Ergebnisse würden zeigen, dass damit für die Begrünung der Stadt und zur Anpassung an den Klimawandel einiges erreicht werden kann. Die SP-Fraktion fordert deshalb, dass auch für die Stadt Luzern eine entsprechende Untersuchung in Auftrag gegeben wird.

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