Drogenkonsum ist angestiegen

Suchtberatung bezieht Posten in der Ufschötti Luzern

In der Ufschötti treffen sich nachts hunderte von Jugendlichen – und der Drogenkonsum nahm zuletzt zu. (Bild: bic)

Immer mehr Jugendliche treffen sich in der Ufschötti und konsumieren dort auch Drogen. Die Luzerner Polizei und die SIP bekommen das Problem nicht in den Griff. Nun versucht es die Stadt Luzern mit Prävention: Sie schickt Drogenberaterinnen an den Hotspot.

Jugendliche brauchen Möglichkeiten, sich zentrumsnah im öffentlichen Raum spontan zu treffen; um soziale Kontakte zu pflegen, zu feiern und andere Jugendliche kennenzulernen. Vielen Jugendlichen – auch aus der Agglomeration – fehlen in der Stadt Luzern altersgerechte Angebote, wie die Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt. Die Ufschötti habe deshalb zu einem Treffpunkt oft hunderter Jugendlicher und junger Erwachsener entwickelt.

Die Nachbarschaft beklagt sich vermehrt über die Lärmbelästigung (zentralplus berichtete). Der Segelklub in der Nähe der Ufschötti ärgert sich über den Güsel, der liegen bleibt (zentralplus berichtete). Und nun zeigt sich ein weiteres Problem.

Suchtmittelkonsum ist «auffällig hoch»

«Im Sommer 2020 stellten sowohl Polizei wie auch die städtische SIP (Sicherheit Intervention Prävention) und der private Sicherheitsdienst fest, dass neben Lärm und Littering der legale und illegale Suchtmittelkonsum durch junge Menschen auf der Ufschötti auffallend hoch war», schreibt die Stadt. «Mit verstärkter Präsenz von Polizei und SIP konnten und können die Probleme nur teilweise entschärft werden.»

Die Stadt greift deshalb jetzt zu anderen Mitteln – und startet das Projekt «Place to be». Es handelt sich um eine Sofortmassnahme. Bereits an den kommenden drei Wochenenden wird jeweils am Freitag- und Samstagabend von 18 bis 24 Uhr eine niederschwellige, mobile Anlaufstelle der Drogenberatung aufgestellt. Die Beraterinnen führen Gespräche, beantworten Fragen zu Drogen und vermitteln Interessierte an Fachstellen.

Projekt des Sicherheitsbeauftragten

Verantwortlich für die Umsetzung sind der Sicherheitsbeauftragte der Stadt Luzern, Christian Wandeler, die SIP, die Offene Jugendarbeit der Katholischen Kirche Stadt Luzern und Dilu (Drogeninformation Luzern). Weitere Partner sind etwa Akzent (Fachstelle für Suchtmittel), die Luzerner Polizei und der private Sicherheitsdienst.

Nach Abschluss des Projekts werden die Ergebnisse und Erfahrungen zusammen mit allen Beteiligten ausgewertet. Anschliessend wird über das weitere Vorgehen entschieden.

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