Zehn Tote wegen Listerien

Strafverfahren gegen Käser in Steinerberg eröffnet

Auch der Zuger Wildspitzkäse war unter den Produkten, die wegen der Listerien zurückgerufen wurden. (Bild: zvg)

Bei einer Inspektion wurden in einer Schwyzer Käserei Anfang Mai Listerien in Produkten gefunden. Die Käserei informierte sofort alle Abnehmer und alarmierte die Behörden. Der Betrieb ist zwar mittlerweile stillgelegt, dennoch wird ein Verfahren eröffnet.

Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz hat gegen einen Käser aus Steinerberg ein Strafverfahren eröffnet. Der Vorwurf: Verdacht auf mehrfache fahrlässige Tötung, mehrfache fahrlässige Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz.

Grund ist ein Vorfall Anfang Mai. Damals wurden in Produkten der Käserei Listerien festgestellt. Der Betrieb informierte ihre Abnehmer, das Labor der Zentralschweizer Kantone und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Dieses gab daraufhin eine Warnung heraus.

Zehn von 34 Infizierten starben

Dennoch wurden durch den Verzehr von Produkten aus der Käserei seit 2018 mutmasslich 34 Personen mit Listerien infiziert, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Zehn davon seien gestorben, ist in der Strafanzeige festgehalten, die der Kantonschemiker der Urkantone im Juli eingereicht hatte.

Der Betrieb ist mittlerweile geschlossen. Die Staatsanwaltschaft untersucht nun, ob der Inhaber für die Erkrankungen verantwortlich ist und gegen das Lebensmittelgesetz verstossen hat. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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