Riskante Geschäfte in Serbien

Strafanzeige aus Zug gegen umstrittene Investmentfirma Ruvercap

Riskante Investments könnten Ruvercap zum Verhängnis werden. (Bild: Austin Distel/Unsplash)

«Intransparent und komplex» sind die Investments von Ruvercap. Aber sind sie auch illegal? Gegen eine Zuger Partnerfirma ist nun offenbar Strafanzeige erstattet worden.

Finanzexperten bezeichnen sie inzwischen als «Millionengrab» für Investoren: Die Investmentfirma Ruvercap, die in Zürich ansässig ist. Im Mai wurde bekannt, dass auch die Zuger Pensionskasse Geld verloren hatte, nachdem Anlagen von Ruvercap in Irland massiv gefloppt hatten. Während Investoren insgesamt über 500 Millionen Franken verloren haben sollen, kam die Pensionskasse glimpflich davon (zentralplus berichtete).

Nun droht Ruvercap neues Ungemach: Nachdem bereits in Zürich ein Strafverfahren gegen einen ihrer Gründer läuft, ist nun offenbar auch in Zug eine Strafanzeige gegen die Firma eingegangen. Dies bestätigt Polizeisprecher Frank Kleiner gegenüber der «Zuger Zeitung».

Im Raum stehen Geldwäscherei und Anlagebetrug

Gerüchtehalber soll es sich um eine in Zug domizilierte Partnerfirma handeln, die rund 800 Millionen Franken in Ruvercap investiert hat. Diese Partnerfirma sei bekannt für ihre riskanten Investments. Sie soll etwa in Serbien eine marode Batteriefabrik gekauft haben – allerdings ist laut «finews.ch» umstritten, ob die 64 Millionen Euro wirklich vollumfänglich für den Kauf der Fabrik verwendet wurden.

Dubios erscheint auch das Investment in eine Bank in Bosnien, deren Besitzer und einige Mitarbeiter 2016 wegen Geldwäscherei festgenommen wurden. In Serbien wurde ins Aluminium- und Hotelgeschäft investiert.

Weiter heisst es, viele Investoren seien nun beunruhigt. Sie würden einen grösseren Anlagebetrug und Geldwäscherei befürchten. Das Firmenkonstrukt sei «intransparent und komplex», heisst es. Die Schadenssumme könnte 500 Millionen Franken betragen.

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