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Kantonsparlament stimmt dagegen

Stimmrechtsalter 16 im Kanton Luzern knapp gescheitert

Auch in Zukunft sind diese Hände nicht 16 Jahre jung. (Bild: Adobe Stock)

Das war eine äusserst knappe Entscheidung. Das Kantonsparlament stimmt mit 61 Nein gegen 58 Ja-Stimmen gegen das Stimmrechtsalter 16. Damit wird es auch keine Volksabstimmung geben.

Die Jugend ist, so scheint es, in den letzten Jahren auf den politischen Geschmack gekommen. Immer wieder standen junge Menschen für die Umwelt oder auch andere Themen auf der Strasse.

Jungparteien wollten, dass die Jugend nicht nur auf der Strasse eine Stimme hat. Mehrere von ihnen haben sich zusammengeschlossen, um für das Stimmrechtsalter 16 zu kämpfen (zentralplus berichtete).

Dass es dieses Anliegen schwer haben wird, war schon vor dem heutigen Tag klar. Der Kantonsrat ist nun der Kantonsregierung und seiner Staatspolitischen Kommission gefolgt und lehnt das Stimmrechtsalter 16 ab.

Äusserst knapper Entscheid

Eine klare Sache war dies im Kantonsrat nicht. Die Vorlage ist mit 61 Nein, zu 58 Ja-Stimmen gescheitert. Damit hatte dieses Anliegen deutlich mehr Zuspruch als noch 2014.

Die Grünen/Jungen Grünen wollen nun die Jugend trotzdem in die aktive Politik bringen. Gemeinsam mit dem Jugendparlament des Kantons Luzern (JUKALU) fordern sie in einem Postulat ein Vorstossrecht für das Jugendparlament. Samuel Zbinden, Kantonsrat GRÜNE/Junge Grüne, begründet den Vorstoss in einer Medienmitteilung.

«So erhält das Anliegen mehr Gewicht und der Kantonsrat ist gezwungen, dazu Stellung zu nehmen», so Zbinden.

Diejenigen, welche sozusagen Direktbetroffene sind, begrüssen dieses Handeln. «Wir setzen sich schon lange dafür ein, dass die Anliegen der Jugendsession im Kantonsrat mehr Gewicht erhalten. Darum begrüssen wir das Postulat», wird Jana Thürig, Co-Präsidentin des Jugendparlaments zitiert.

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