Standort für Sterbehospiz in Littau gefunden

Das geplante Zentralschweizer Sterbehospiz soll im Stadtluzerner Ortsteil Littau entstehen. Die Stiftung hinter dem Projekt hat einen Kaufrechtsvertrag für ein Gebäude an der Gasshofstrasse 18 abgeschlossen. Wann das Hospiz eröffnet wird, ist jedoch noch offen.

Wer bis anhin beim Gasshof – in der Nähe der Endstation des 12er Busses in Littau – vorbei kam, hat sich vielleicht schon seit längerem gefragt: Was passiert mit dem  grossen, verlassen wirkenden Bachsteinhaus? Seit Donnerstag ist klar, dass das 2700 Quadratmeter grosse Grundstück mit Wohnaus, Praxistrakt und Garten um einen Anbau erweitert und zu einem Sterbehospiz umfunktioniert wird.

Das Hospiz soll Platz bieten für die Begleitung und Pflege von zwölf Patienten und deren Angehörige sowie für Arbeitsräume, wie die Stiftung Hospiz Zentralschweiz am Donnerstag mitteilte. Die Institution richtet sich an sterbende Menschen über 18, die den letzten Lebensabschnitt nicht zu Hause verbringen können. Auch deren Angehörige sollen hier betreut werden.

Ein Eröffnungstermin steht allerdings noch nicht fest. Die Stadt Luzern prüfe derzeit die Anträge für einen Pflegeheimstatus sowie die Betriebsbewilligung. Im Herbst soll mit dem Um- und Neubau begonnen werden.

Palliative Care statt Suizid

Das geplante Hospiz duldet in den eigenen Räumen und auf dem dazugehörigen Gelände keine Suizidhilfe, wie es in einer früheren Mitteilung hiess. Palliative Care setze sich engagiert dafür ein, dass für die betroffenen Menschen eine Situation ohne Suizidwunsch entstehe.

Das Versorgungsgebiet des Hospiz Zentralschweiz umfasst die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und Zug sowie den inneren Kantonsteil von Schwyz.

Die Pläne für ein Sterbehospiz in der Zentralschweiz wurden 2014 bekannt gegeben. Ursprünglich hätte das Hospiz am Rande der Luzerner Altstadt an der Museggstrasse im Dezember 2016 eröffnet werden sollen. Weil ein Umbau der Wohnung statt zwei rund vier Millionen Franken gekostet hätte, entschied sich die Stiftung, einen neuen Standort zu suchen.

Im geplanten Hospiz soll der Meggenerin Sibylle Jean-Petit-Matile die ärztliche Leitung obliegen. Projektfachmann Hans Peter Stutz ist als künftiger Betriebsleiter vorgesehen. Beide führen bereits die Geschäftsstelle der Stiftung.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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