Geringeres Defizit als erwartet

Stadt Sursee budgetiert mit einem Minus von 4,5 Millionen

Die Stadt Sursee möchte in den nächsten Jahren viel investieren. (Bild: Google Street View)

Die Stadt Sursee zeigt sich optimistisch: Im vorjährigen Finanzplan ist ein Verlust von 5,9 Millionen Franken prognostiziert worden. Nun rechnet die Stadt mit einem Aufwandsüberschuss von 4,47 Millionen Franken.

Das Budget 2022 fällt besser aus, als die Stadt Sursee es ursprünglich erwartet hat. Die Stadt teilt mit, dass sie neu mit einem Aufwandsüberschuss von 4,47 Millionen Franken bei einem Gesamtaufwand von 121 Millionen Franken rechnen (+4,3 Prozent, Gesamtaufwand Budget 2021: 116 Millionen Franken).

Im Vorjahr rechnete die Stadt Sursee noch mit einem Verlust von 5,9 Millionen Franken. «Die Aussichten sind etwas besser, aber die Luft ist noch immer zu dünn», so Finanzvorsteher Daniel Gloor. Für die Jahre 2023 bis 2025 geht die Stadt von Defiziten zwischen 3,9 und 4,4 Millionen Franken aus, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 1,75 Einheiten.

Höhere Sozial- und Digitalisierungskosten

Gemäss der Mitteilung seien die Gründe für die prognostizierten Defizite vielfältig: Unter anderem erwarte man steigende Kosten bei Ergänzungsleistungen, individuellen Prämienverbilligungen und Familienzulagen. Zudem braucht die Stadt für die digitale Entwicklung immer höhere fachliche Kenntnisse, wodurch sie mehr personelle und finanzielle Ressourcen benötigt.

Auch die Bildungskosten steigen, da die Zahl der Surseer Schülerinnen kontinuierlich wächst. Ein weiterer Punkt sind geplante Projekte wie die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes samt neuem Bushof und unterirdischen Velostationen (zentralplus berichtete).

Sursee will viel investieren

Bis im Jahr 2025 sind im Aufgaben- und Finanzplan zudem Investitionen mit Nettokosten von rund 113 Millionen Franken vorgesehen. Diese werden für Projekte wie den Bau des neuen Sek-Schulhauses, dem Umbau des Bahnhofsplatzes, verschiedene Strassenbauprojekte sowie dem Ausbau der Bushaltestellen eingesetzt. «Die genannten Projekte binden finanzielle Mittel, sie steigern aber auch die Attraktivität der Stadt Sursee und tragen zur Lebensqualität bei», argumentiert die Stadt für die Kosten.

Zudem führt die Stadt aus, dass die vorgesehenen Defizite mit dem vorhandenen Eigenkapital ausgeglichen werden können. Derzeit beträgt dieses 53 Millionen Franken – 17 Millionen davon stammen aus den positiven Abschlüssen in den Vorjahren.

Überprüfung der Zentrumslasten

Ziel sei gemäss Finanzvorsteher Gloor, dass Sursee mittelfristig eine ausgeglichene Rechnung präsentieren kann. Dafür wolle man unter anderem das Wachstum der letzten Jahre etwas bremsen zugunsten einer Konsolidierungsphase. Weiter will man die Einnahmeseite überprüfen. Geplant sei unter anderem, «die Zentrumslasten der Stadt Sursee fairer abzugelten, da viele städtische Leistungen auch der auswärtigen Bevölkerung zugute kommen», so die Stadt.

Weiter wolle man auch verschiedene Gebühren und Tarife analysieren. Erst wenn diese Massnahmen mittelfristig nicht ausreichen, würde die Stadt den Steuerfuss überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Die Surseerinnen befinden an der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember über den Finanzplan und das Budget.

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