SP ist für Entlastung der Lehrer

Am Donnerstag wird der Zuger Kantonsrat unter anderem über das Arbeitsverhältnis der Zuger Lehrer diskutieren. Die SP hat jetzt schon eine klare Meinung.

Die SP ist für eine Anpassung der Unterrichtsstunden. Das schreibt sie in einer Medienmitteilung. Die Anforderungen an die Lehrpersonen hätten in den letzten Jahren zugenommen, so die SP. Eine Anpassung des Dienstverhältnisses und der Besoldung an die aktuellen Gegebenheiten sei angebracht. «Die SP setzt sich für eine starke und tragfähige Schule ein und möchte optimale Rahmenbedingungen schaffen, um die gesetzlich vorgesehenen Massnahmen, wie zum Beispiel die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, in der Praxis adäquat umsetzen zu können.»

Die SP-Fraktion unterstütze die Entlastung der Klassenlehrpersonen im Umfang von einer Unterrichtslektion auf der Primar- sowie auf der Sekundarstufe I. Auch der Vorschlag des Regierungsrates nach einer Angleichung des Arbeitsverhältnisses von Kindergartenlehrpersonen und Primarstufenlehrpersonen könne von der SP inhaltlich nachvollzogen und unterstützt werden.  

Ja aber nein zum NFA-Referendum

Die SP stelle im Hinblick auf die 2. Lesung den Antrag die Klassenlehrpersonen auf der Sekundarstufe I noch stärker zu entlasten und werde eine Entlastung im Umfang einer zusätzlichen Unterrichtsstunde beantragen (auf neu 28 Stunden). Diese Entlastung sei unter anderem notwendig, um den Klassenlehrpersonen auf der Sekundarstufe I genügend zeitliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die Jugendlichen im Zusammenhang mit der Berufsfindung optimal fördern zu können.

Daneben hat die SP-Fraktion beschlossen, die Motion betreffend eines NFA-Kantonsreferendums (zentral+ berichtete) an den Regierungsrat zu überweisen, obwohl sie es inhaltlich nicht unterstützen könne.

«Die SP überweist in der Regel alle eingereichten Motionen an den Regierungsrat und wird auch die Motion betreffend eines NFA-Kantonsreferendum überweisen. Inhaltlich kann die SP wohl einige der Argumente der Motionäre nachvollziehen, das Anliegen beziehungsweise ein Kantonsreferendum grundsätzlich aber nicht unterstützen», schreibt die SP. Der NFA sei ein wichtiges Instrument für einen fairen und solidarischen Ressourcenausgleich und Teil der föderalistischen Schweiz. «Solange schweizweit in gewissen Kantonen, inklusive Zug, weiter eine Tiefsteuerpolitik umgesetzt werden kann, kann die Dringlichkeit einer Senkung der Zahlungen als nicht so hoch eingestuft werden, als dass ein Kantonsreferendum gerechtfertigt wäre.»

Zudem will die SP eine Erhöhung der Limite bei Kinderbeiträgen verhindern. «Der Entwicklung in den letzten Jahren wurde Rechnung getragen und die Limiten für Familien mit Kindern bereits hinaufgesetzt. Nach Meinung der SP braucht es keine weitere Erhöhung der Limite.» Vielmehr müsse diskutiert werden, ob es weitere Anpassungen brauche wie zum Beispiel durch eine Gleitgrenze der Limite, durch regelmässige Anpassungen, durch einen Preisindex oder durch eine Einführung eines Sozialindexes. «Die SP-Fraktion wird die Regierung unterstützen und das Postulat nicht erheblich erklären.»

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