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Test-Aktion der Stadt hatte für Wirbel gesorgt

Sitzmöbel-Test: Holzbänkli setzten sich gegen moderne Konkurrenten durch

Testgelände Kornmarkt: Der Holzring links und das «Plastikbänkchen» werden schon rege genutzt.

(Bild: mbe.)

Im Oktober 2017 rief die Stadt Luzern den Sitzmöbel-Test ins Leben. Auf verschiedenen Plätzen wurden Sitzgelegenheiten aufgestellt, welche die Bevölkerung bewerten konnten. Die Aktion sorgte für Wirbel und Kritik – nun liegen die Resultate vor. Am beliebtesten waren die Sitzmöbel aus Holz.

Im Herbst hatte die Stadt Luzern zum Sitzmöbel-Test gerufen: Auf dem Kornmarkt, auf dem Kurplatz, im Stadthauspark und in der Tribschenstadt wurden dazu verschiedene Sitzgelegenheiten aufgestellt (zentralplus berichtete). Die Bevölkerung konnte diese in einer Internet-Umfrage bewerten.

Die Resultate zeigen gemäss der Stadt: Die Luzernerinnen und Luzerner bevorzugen Sitzmöbel aus Holz und mit Rückenlehne. Sitzgelegenheiten aus Kunststoff kommen weniger gut an. Am beliebtesten war die Holzliege, die im Kurpark am See stand. 

Metallmöbel unbeliebt

Die Sitzgelegenheiten aus Kunststoff fanden bei Kindern und Jugendliche Anklang. Die farbigen Möbeln und spielerischen Möglichkeiten, wie etwa beim Sofa auf dem Kornmarkt, kamen an. Erwachsene hingegen hätten den Kunststoff als «billig» und «unbehaglich» beurteilt. Auch die Platzierung auf dem Kornmarkt wurde kritisiert. Farbige Kunststoffmöbel würden nicht in die Altstadt passen, so die Bevölkerung.

Mehreitlich negativ fielen die Rückmeldungen gemäss der Stadt hinsichtlich der Möbel aus Metall wie der Sitzbank in der Tribschenstadt. Das Material haben die Tester als «nicht behaglich», im Winter als «zu kalt» und im Sommer als «zu heiss» empfunden. Ausserdem  sei die Bank augfrund des Morgentaus auch als «immer nass» gewesen.

Grosser Wirbel um Aktion

Der Sitzmöbel-Test sorgte für Reaktionen und Wirbel – und dies nicht zu knapp. Bereits beim ersten Testtag gab es hämische Reaktionen aus der Politik. Kritisiert wurde auch, dass keine einheimischen Stühle und Sofas zu testen waren (zentralplus berichtete). Mit einer Guerilla-Aktion hatten die Entlebucher dem Abhilfe schaffen wollen: Heimlich wurde das Entlebucher-Bänkli in den Sitzmöbel-Test eingeschleust – die Stadt war «not amused», in Sträflingskleidung holten die Entlebucher die Bank wieder ab (zentralplus berichtete).

Die Entlebucher Bank auf dem Kornmarkt.

Das Entlebucher Bänkli auf dem Kornmarkt sorgte für Zündstoff.

(Bild: zvg)

«Die Vehemenz der Rückmeldungen hätten überrascht und zeige auf, wie wichtig Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum seien, so die Stadt Luzern.» Pro offiziell aufgestelltes Möbelstück seien bis zu 220 Rückmeldungen eingegangen. Die Stadt stellt klar: Es sei nie die Absicht der Stadt gewesen, die Sitzbänke durch neue Sitzgelegenheiten zu ersetzen. Beim Test sei es lediglich darum gegangen, zu testen, Sitzmöbel als Ergänzung in Frage kommen würden. Die Erkenntnisse sollen nun in die Planung und Projektierung von zukünftigen Aufwertungsmassnahmen einfliessen.

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