Sicherheit auf Schulwegen soll besser werden

Die Ruswiler sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder auf den Schulwegen, weshalb sie im vergangenen Jahr eine Petition beim Gemeinderat einreichten, welcher darauf die sicherheitstechnischen Mängel untersuchen liess. Die Untersuchung führt zu einigen Anpassungen – zeigt aber auch, dass sich insbesondere ältere Fussgänger nicht unbedingt vorbildlich unterwegs sind.

Ende August 2014 wurde eine mit rund 220 Unterschriften versehene Petition beim Gemeinderat und der Schulpflege Ruswil eingereicht, mit welcher die Bürger ihre Sorgen betreffend der Sicherheit von Schulwegen für Kindergärtler und Primarschüler ausdrückten. Als besonders gefährlich wurde von den Petitionären die Strassenquerung der Rüediswilerstrasse im Gebiet Banktreppe und Chasteleweg empfunden.

Da es sich bei der Rüediswilerstrasse um eine Kantonsstrasse handelt, veranlasste der Gemeinderat bei der kantonalen Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) und zusätzlich bei einer verwaltungsunabhängigen Sicherheitsfirma vertiefte Sicherheitsabklärungen. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde die Linienführung von weiteren Fussgängerstreifen im Ruswiler Ortszentrum auf sicherheitstechnische Mängel untersucht.

Fussgängerstreifen wird verlegt

«Anlässlich einer Aussprache mit einer Vertretung der Petitionäre, des Gemeinderates, der Schulpflege und des vif konnten die Fachpersonen des Kantons darlegen, dass die im Jahre 2013 erneuerte Strassenquerung Banktreppe-Chasteleweg alle Sicherheitsnormen erfüllt», teilt der Ruswiler Gemeinderat heute mit. «Die seinerzeitige Aufhebung des von der Schule organisierten Lotsendienstes war somit gerechtfertigt.» Dennoch seien vom vif weitere Massnahmen vorgeschlagen worden, um die Sicherheit weiter zu verbessern.

Als konkrete Massnahme wird die Verschiebung des Fussgängerstreifens um vier Meter Richtung Rüediswil veranlasst. «Mit dieser einfachen Massnahme wird die Sichtbarkeit deutlich gesteigert, weil die Fussgänger für die motorisierten Verkehrsteilnehmer über eine weite Strecke zu erkennen sein werden. Diese Massnahme kann kurzfristig realisiert werden», so der Gemeinderat.

Zusätzlicher Umweg zum Fussgängerstreifen

Zusätzlich soll die Beleuchtung des Fussgängerstreifens verbessert werden. «Dies kann möglicherweise aber erst im Rahmen der in diesem Jahr anstehenden Sanierung der Rüediswilerstrasse erfolgen.» Als Nachteil dieser Massnahme müsse jedoch in Kauf genommen werden, dass der Fussgängerstreifen noch weiter von der Wunschlinie verschoben wird und die Benützer somit einen zusätzlichen Umweg machen müssen.

Bereits heute muss für die Strassenquerung ein Umweg von wenigen Metern in Kauf genommen werden. Videoaufnahmen des vif, welche die Situation auf dem Fussgängerstreifen über sieben Stunden festgehalten haben, machen deutlich, dass der Umweg von den jüngsten Verkehrsteilnehmern perfekt eingehalten wird.

Ältere Schüler und Erwachsene sind schlechte Vorbilder

Leider haben die Videoaufnahmen auch deutlich gemacht, dass sich Jugendliche und Erwachsene weit weniger an die Vorschriften halten und häufig die Abkürzung einige Meter neben dem Fussgängerstreifen nehmen. Die allgemeine Unfallstatistik zeigt auf, dass wegen diesem Risikoverhalten praktisch ausschliesslich Erwachsene und hier besonders ältere Personen Opfer von Verkehrsunfällen bei Strassenüberquerungen sind. «Zudem sind sie für die jüngsten Verkehrsteilnehmer denkbar schlechte Vorbilder», heisst es in der Mitteilung. 

Das richtige Verhalten im Strassenverkehr werde durch die Verkehrspolizei bereits im Kindergarten instruiert und im Verlaufe der Schulzeit weiter eingeübt. «Es ist gemäss Beurteilung der Verkehrsexperten vom vif davon auszugehen, dass auch die neue Linienführung von den Kindern anstandslos eingehalten wird.»

In gewachsenen Ortszentren, wie dem Ruswiler Dorfkern, sei es äusserst schwierig, Standorte für sichere Strassenübergänge zu finden, bei welchen alle sicherheitsrelevanten Vorgaben erfüllt würden. «Im Bericht des vif wurden einzelne Übergänge aufgeführt und mögliche Verbesserungsmassnahmen ausgearbeitet.» Der Gemeinderat habe nun die Gelegenheit, zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen und in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen eine Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erreichen. 

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