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Kanton Luzern soll mitzahlen

Seefeld Horw: Gemeinderat muss Kritik einstecken

Das geplante Areal am Seeufer in einer Visualisierung.

In der Horwer Seebucht tummeln sich immer mehr Menschen. Das Seefeld soll deshalb für rund 20 Millionen Franken umgestaltet werden – die SVP Horw hat dagegen Vorbehalte.

Sportler, Camper, Badegäste und Spaziergänger – sie alle teilen sich das Seefeld Horw. Doch die Gemeinde schaut in die Zukunft und weiss, dass der Platz eng wird. Geplant sind schon der Campus Horw und der neue Standort der Pädagogischen Hochschule Luzern (zentralplus berichtete).

Auf rund 68’000 Quadratmeter will die Gemeinde Horw im Seefeld ein Sport-, Bade- und Erholungsgebiet entstehen lassen. 2019 hat die Gemeinde einen Studienauftrag fürs Seefeld lanciert. Das Siegerprojekt wurde im August 2020 bekannt gegeben (zentralplus berichtete).

Demnächst geht es um die Finanzierung und Kreditvergabe. «Da wären detailliertere Informationen wünschenswert», findet die SVP. Und hakt in einem Vorstoss nach. «Sind mutmassliche Kosten von 20 Mio. Franken für das Projekt Seefeld angemessen und steht dieser Betrag in einem vernünftigen Verhältnis zum Mehrwert, der sich der Horwer Bevölkerung durch die geplanten Veränderungen bieten würde?», will die Partei beispielsweise wissen.

Beteiligt sich der Kanton am Seefeld Horw?

Die Partei hat den Eindruck, dass die geplante parkähnliche Anlage vor allem dem Campus Horw zugutekäme. Diesfalls müsste sich aus ihrer Sicht eigentlich der Kanton «in erheblichem Umfang an den Kosten für die Gestaltung und den Unterhalt beteiligen».

Zudem stelle sich die Frage, ob Realersatz für die heute bestehenden Anlagen geboten wäre. Damit die ganze Anlage mit drei Sportplätzen realisiert werden kann, muss der TCS-Campingplatz das Feld räumen: «Wurden in Anbetracht des aktuellen Campingbooms Alternativen für die Campinggäste gesucht?», will die SVP daher wissen.

In einem zweiter Vorstoss vor den Sommerferien hakt die Partei bei einer Äusserung seitens des Baudepartement nach. Derzufolge hätten knapp 50 Seebadnutzerinnen gemeldet, sich wollten das Seebad in einer Art und Weise erhalten wie es heute ist. Im Sinne eines Familienbades. Die SVP will wissen, wie diese in die Gesprächsrunden einbezogen werden. Bereits 2020 forderte die SVP die Sistierung der Seefeld-Umgestaltung (zentralplus berichtete)

Verwendete Quellen
  • Vorstoss: Prestigeobjekt, welches nur mit dem Campus Horw in Verbindung gebracht werden kann?
  • Vorstoss: Wie weiter mit dem Projekt Seefeld Horw?
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