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Schweizer Armee zeigt in Emmen den neuen Kampfjet F-35A

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So sieht der neue Kampfjet von der Nähe aus. Dieses 1:1 Modell steht in Emmen, um das Flugzeug zeigen zu können. (Bild: PLU)

Er ist das Streitobjekt der aktuellen sicherheitspolitischen Diskussion in der Schweiz: der . Die präsentiert den neuen Flieger derzeit auf dem . Und kündigte an, dass ein Teil der neuen Flotte möglicherweise in der Schweiz fertig gebaut wird.

Der prominenteste Posten in der Armeebotschaft 2022 ist sicherlich der . Die Beschaffung der Kampfflugzeuge kostet die Schweiz 6,035 Milliarden Franken. Um die Flugzeuge betreiben zu können, muss auch gebaut und umgebaut werden. Dies kostet nochmals 120 Millionen. Die Auslieferung ist in den Jahren 2027 bis 2030 geplant.

Die Politik wollte schon -Luft schnuppern und wurde diese Woche von der nach eingeladen. Die Amtsträger erlebten nicht nur eine kleine Flugshow, sie durften auch im F-35A-Simulator Probe sitzen.

Die 36 Kampfjets sollen die alten Flugzeuge ersetzen

Die Armee operiert mit Material, dessen Lebenszeit bald zu Ende geht. Die heutigen Kampfflugzeuge sind um das Jahr 2030 reif für das Museum. Die 36 F-35A ersetzen die jetzigen 55 veralteten Kampfflugzeuge (25 F-5 Tiger und 30 F/A-18 Hornet).

Auch wenn das Stimmvolk im Herbst 2020 Ja zu der Beschaffung gesagt hat: In trockenen Tüchern ist der Deal noch nicht. Eine Allianz, bestehend aus der Gruppe Schweiz ohne Armee, der SP und den Grünen, hat eine Volksinitiative lanciert, nachdem die Wahl von Bundesrätin Viola Amherds Departement auf die Kampfflugzeuge des US-Herstellers Lockheed Martin gefallen war. Auch nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine halten die Linken daran fest, dass die Bevölkerung ein zweites Mal über den Kampfjet abstimmen soll.

Das Festhalten an der Initiative wird von bürgerlicher Seite kritisiert, etwa von der Luzerner Ständerätin Andrea Gmür:

Luftverteidigungssystems Patriot geht im «Fluglärm» fast unter

Alles spricht über den F-35A. Allerdings ist auf dem «Poschti-Zettel» der Armee auch noch das bodengestützte Luftverteidigungssystem Patriot. Warum beschafft die Schweiz ein solches System? «Seit der Ausserdienststellung der BL-64 Bloodhound im Jahr 1999 besteht eine Lücke bei der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite», begründet die Armee.

Das System kostet 1,987 Milliarden Franken. Damit ist die Rechnung allerdings noch nicht komplett. Für das Patriot-System fahren die Baumaschinen auf. Insgesamt 66 Millionen Franken gibt die Schweiz für bauliche Massnahmen aus. Genau wie der F-35A kommt das Waffensystem aus Amerika. Die fünf Feuereinheiten stammen vom US-Herstellers Raytheon.

US-Kampfjets sollen zum grössten Teil in Italien produziert werden

Wie die Armee bei der Medienkonferenz auf dem sagt, liefern nicht nur amerikanische Werke die F-35A. Mindestens 24 der F-35A Kampfflugzeuge sollen aus Italien kommen, aus Cameri.

Die Schweiz möchte einige der Kampfflugzeuge in der Schweiz selbst endmontieren. «Für vier Flugzeuge klärt Lockheed Martin als Hersteller der F-35A gegenwärtig ab, ob sie im Rahmen eines Offsetprojektes bei der Ruag in der Schweiz endmontiert werden können», gibt die Armee bei der Pressekonferenz bekannt. «Wenn dies nicht möglich ist, werden sie ebenfalls in Cameri hergestellt.»

Der Kommandant der Luftwaffe Peter Merz spricht auf dem Flugplatz Emmen zu den geladenen Medien.

Die ersten Kampfjets produziert Amerika im eigenen Land. Lockheed Martin fertigt in ihrer Produktionsstätte in Fort Worth, Texas, die ersten acht Flugzeuge. Grund dafür ist die Logistik. «Weil mit ihnen vor Ort die Initialausbildung der Schweizer Pilotinnen und Piloten stattfinden wird», erklärt die Armee an der Pressekonferenz.

Hinweis: Was machen die Piloten überhaupt tagtäglich über unseren Köpfen? Machen wir uns mit den amerikanischen Systemen abhängig von Amerika? Und hat die kleine Schweiz überhaupt eine Chance, wenn es wirklich einen geben würde? Diese Fragen stellen wir dem Kommandanten der Luftwaffe. Den Beitrag dazu lest ihr am Donnerstagabend auf zentralplus.

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3 Kommentare
  1. Stopper Paul, 26.03.2022, 12:37 Uhr

    Die Demokratie gilt für die einen (SP, GSoA) nur so lange, als ihnen die Entscheide passen. Fallen sie anders aus, wird mit allen «demokratischen » Mitteln versucht, die ihnen unliebsamen Entscheide doch noch zu kippen. Das Schweizer Volk hat dem Kauf eines Kampfflugzeuges zugestimmt. Ob knapp oder nicht, spielt keine Rolle. Der Bundesrat hat die Evaluation durchgeführt und kommt zum Entscheid, der F35 sei der Beste. Also soll der BR nun diesen Typ kaufen und sich nicht von einigen Verwirrten einschüchtern lassen. Noch vor der Einreichung der für die Schweiz katastrophalen Initiative gegen den F35. Wollen denn die SP und die GSoA die Schweiz schutzlos dem irrwitzigen Gebieter von Russland ausliefern? Einfach unverständlich und unfassbar!

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  2. P. Nigg, 24.03.2022, 14:51 Uhr

    Frau Amherd, Frau Gmür:
    Allein die Stimmbürger:innen entscheiden über Zustimmung oder Ablehnung einer Initiative.
    Es kommt mir so dreist wie dumm vor, wenn dieses Prinzip implizit in Frage gestellt wird.

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  3. Michel von der Schwand, 24.03.2022, 12:11 Uhr

    Das Schüren der Paranioa hat Hochkultur. Jetzt oder nie! Die Armee- und Kampfflugzeug-Fetischisten wittern Morgenluft. Auf geht’s und der Westen fällt auf den Russischen Nonsens rein. Jetzt wird um die Wette aufgerüstet und bei den Amerikanern eingekauft. Präsident Biden befindet sich bereits in Europa. Als Verkaufsleiter der amerikanischen Rüstungsindustrie ist der Kriegsfetischist auf Kundenakquise. Holdrio und keiner merkt es! Btw Frau Gmür, nehmen Sie ihre Verantwortung wahr und treten Sie als Nationalrätin zurück. Ihre Interessenbindung zur Versicherungsbranche ist nur schwer erträglich.

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