Grüne Luzern kritisieren Haltung der Regierung

Regierungsrat wird mit Fragen zum Flugplatz Emmen gelöchert

Fluglärm verursachen alle Kampfjets. Der Gripen übertrifft seinen Vorgänger, den Tiger F-5, in Sachen Lärmemission allerdings deutlich.

(Bild: Emanuel Ammon/AURA)

In einer dringlichen Anfrage an den Regierungsrat kritisieren die Grünen Kanton Luzern, dass sich die Kantonsexekutive nicht mehr gegen den Ausbau der Flugbewegungen wehrt. Die Partei fordert Antworten von der Regierung, die Beibehaltung der Flugpausen und eine Sommerpause von sechs Wochen.

Weil der Fluplatz Sion bis in spätestens fünf Jahre eingestellt wird, muss Emmen statt 3800 Kampfjet-Bewegungen schon bald deren 5000 in Kauf nehmen. Ausserdem können die Anwohner im Sommer auch am Wochenende mit Fluglärm rechnen (zentralplus berichtete). Die Grünen Kanton Luzern kritisieren den Regierungrat, weil er sich nicht vehement für eine Begrenzung der Flugbewegungen wenigstens auf den heutigen Stand eingesetzt.

Grüne befürchten Zunahme des Lärms

In der Anfrage schreibt die Partei, es brauche eine Reduktion des Fluglärms und die Beibehaltung der Flugpausen in der Nacht, über Mittag und am Wochenende. Weiter fordern sie eine Sommerflugpause von mindestens sechs Wochen. Ausserdem berge der Flugplatz für die 150’000 Einwohner der Region ein Sicherheitsrisiko.

Unter anderem fragen die Grünen den Regierungsrat, wie viele Flugbewebungen sie akzeptiert und welche Maximalgrenze sie gegenüber dem VBS definiere. Ausserdem befürchten die Grünen eine Zunahme des Fluglärms, wenn die Tiger ersetzt werden: «Die Testflüge mit Gripen und Co. klingen in unseren Ohren immer noch nach», schreibt die Grüne Kantonsrätin Monique Frey. Sie möchte auch wissen, ob sich die Regierung für die Einstellung der Patrouille Suisse einsetzen wird.

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