Mehr Personen suchten Rat

Ombudsstelle Stadt Luzern: Neuer Höchststand im Coronajahr

Die unabhängige Ombudsfrau der Stadt Luzern: Lucia Schnider Stulz. (Bild: zvg)

Auch im Coronajahr 2020 suchten viele Rat bei der Ombudsstelle der Stadt Luzern. So haben sich 90 Ratsuchende mit Anliegen oder Beschwerden an die Stelle gewandt. Ein Fall wurde im Rahmen der Meldestelle für Missstände (Whistleblowing) geprüft. Die Ombudsfrau beantwortete 271 kurze Anfragen – das sind 43 mehr als im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl Personen, die mit Anliegen oder Problemen bezüglich der Stadtverwaltung Rat oder Vermittlung bei der Ombudsfrau suchten, seit Gründung der Stelle im Jahr 2014 auf einen neuen Höchststand.

Wie die Ombudsstelle am Dienstag mitteilt, konnten von den 90 neu erfassten Fällen, den 11 pendenten aus dem Vorjahr und den 271 Anfragen die meisten Ende Jahr abgeschlossen werden. 14 Fälle blieben pendent.

Anliegen zu Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz und Steuern

Inhaltlich betrafen die meisten Anliegen, die per Telefon oder Mail an die Ombudsstelle gelangten, jene Verwaltungsstellen, «die den direktesten Kontakt zur Bevölkerung pflegen» und bei deren Themen ein grosses Konfliktpotential bestehe. Laut Medienmitteilung sind das Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz und Steuern. Im Coronajahr nahm die Ombudsfrau per Videokonferenz die Anliegen der Ratsuchenden auf. Dabei konnte sie bereits ein Drittel der Probleme in Beratungsgespräch klären, andere Themen erforderten weitergehende Abklärungen in der Verwaltung oder Vermittlung.

Zum zweiten Mal auch Whistleblowing-Meldung

Zum zweiten Mal seit Übernahme der Meldestelle für Missstände durch die Ombudsstelle im April 2014 ging im vergangenen Jahr auch eine Whistleblowing-Meldung ein. Dabei musste geprüft werden, ob an einem Arbeitsplatz gegen rechtliche Bestimmungen verstossen wurde oder andere Unregelmässigkeiten festgestellt werden konnten. In weiteren verwaltungsinternen Fällen ging es vorwiegend um Konflikte mit Vorgesetzten. Bei den 271 Anfragen wurden kurze Rechtsauskünfte und Informationen erteilt, oder es wurde an andere zuständige Stellen, zum Beispiel die ebenfalls in Luzern domizilierte Ombudsstelle Krankenversicherung verwiesen.

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