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Nur noch SRF-Untertitel sollen deutsch bleiben

Nationalrätin Andrea Gmür fordert Ende der Synchronisation am TV

Andrea Gmür sorgt sich um die Fremdsprachenkenntnisse der TV-Zuschauer.

(Bild: zvg)

Geht es nach Nationalrätin Andrea Gmür, so sollen Filme am Schweizer Fernsehen in ihren Originalsprachen und mit deutschen Untertiteln gesendet werden. Sprachwissenschaftler reagieren positiv auf die Idee, englischsprachige Filme nur noch in der Originalsprache zu senden. 

Die Luzerner Nationalrätin hat laut «Luzerner Zeitung» einen Vorstoss eingereicht, der einschneidende Änderungen für das Fernsehpublikum bringen würde. Englischsprachige Filme sollen laut Andrea Gmür im Schweizer Fernsehen künftig nur noch im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen sein.

Auch bei Eigenproduktionen von SRF soll auf die Synchronisation verzichtet werden. Äussert sich Guy Parmelin beispielsweise in einem Beitrag der Tagesschau auf holprigem Englisch, soll dies in der Originalsprache – mit deutschen Untertiteln – gesendet werden.

Pro Senectute dagegen

Der Vorstoss ist breit abgestützt; Vertreter sämtlicher Parteien haben die Motion unterschrieben. Und auch das Institut für Mehrsprachigkeit der Universität von Freiburg unterstützt ihr Anliegen. Anders sieht dies Pro Senectute: Sie warnt davor, die Senioren abzuhängen.

Andrea Gmür hat sich von den skandinavischen Ländern sowie den Niederlanden inspirieren lassen. Dort laufen englischsprachige Filme sowohl im Kino als auch im Fernsehen in der Originalsprache. Gleichzeitig sprechen die Bewohner dieser Länder so gut Englisch wie niemand aus serhalb der anglofonen Welt.

Für die gelernte Gymnasiallehrerin Gmür ist das kein Zufall. Sie sagt in der LZ: «Auch die Schweiz sollte Fernsehsendungen nutzen, um die Fremdsprachenkenntnisse im Land zu verbessern.» Gerade für die Schweiz als viersprachiges Land sei es eine verpasste Chance, wenn Äusserungen in anderer Sprache ausradiert und synchronisiert würden.

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