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Russische Spione

Nachrichtendienst wird mit Anfragen überrollt

Das Erklärvideo zur Wirtschaftsspionage in der Schweiz ist Teil des Präventionsprogramms des Nachrichtendiensts des Bundes. (Bild: )

Der neue Lagebericht des Nachrichtendiensts hat heftige Reaktionen ausgelöst. Darin warnt dieser nämlich davor, dass immer mehr russische Spione in der Schweiz aktiv sind. Nun wird der Nachrichtendienst überrollt mit Anfragen.

Am Montag veröffentlichte der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) seinen neuen Lagebericht. Darin warnte der NDB, dass sich in der Schweiz immer mehr russische Spione aufhalten würden. In den EU-Ländern wurden solche Personen ausgewiesen. Die Schweiz hat aber seit Kriegsbeginn keine Diplomaten ausgewiesen.

Das hat unter Politikerinnen für verärgerte Reaktionen gesorgt, so auch bei der Mitte-Ständerätin Andrea Gmür (zentralplus berichtete). In der Folge erging ein wahrer Shitstorm über den Bundesrat, da selbst eine Warnung des Nachrichtendienstes nicht ausreiche, in der Angelegenheit stärker einzugreifen.

Die Diskussion um russische Spione in der Schweiz hat medial hohe Wellen geschlagen. Ebenso die Akten der Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt, die vom Nachrichtendienst überwacht wurde (zentralplus berichtete).

Das hat jetzt beim NDB zu einer völligen Überforderung geführt. Die Partei hatte wie andere eine Anfrage gestellt zu den vorhandenen Akten zu ihrer Partei. Es kam eine automatische Rückmeldung mit einer überraschenden Nachricht. Darin schrieb der Nachrichtendienst, dass sie in der gewöhnlichen Frist von 30 Tagen nicht antworten können. Sie hofften aber, dass sie bis Mitte September die Anfrage beantworten könnten.

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