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Mutter hatte das Kind versteckt

Der Vermisstenfall in Unterägeri wurde vorgetäuscht. Die Zuger Polizei teilt mit, dass die Mutter das 11-jährige Kind versteckt hatte und den Vermisstenfall inszenierte.

Die Befragungen der Zuger Polizei brachten Folgendes hervor: Statt in die Schule zu gehen, begab sich das 11-jährige Mädchen am Montag (31. März 2014) um 8 Uhr nach Hause zu ihrer Mutter. Als Betreuer des Internats und später auch die Polizei an der Haustüre vorsprachen, versteckte die Mutter ihre Tochter in der Wohnung.

Dort blieb sie bis etwa am Dienstagmittag (1. April 2014). Danach begab sie sich im Wissen der Mutter in die Wohnung des Nachbars. Als dieser unwissend am Abend von der Arbeit nach Hause kam, entdeckte er die 11-Jährige und alarmierte sofort die Zuger Polizei. Die Familie der Vermissten verfügt über einen Schlüssel der Nachbarwohnung, um bei Ferienabwesenheiten des Nachbars nach dem Rechten zu sehen.

Wie die Zuger Polizei mitteilt, hat sich die Zuger Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) dem Fall angenommen; das 11-jährige Mädchen und ihre 15-jährige Schwester wurden fremdplatziert. Nach der Befragung sei die Mutter in eine psychiatrische Klinik gebracht worden.

Aufgrund der besonderen Umstände werde abgeklärt, ob gegen die Mutter rechtliche Schritte eingeleitet werden. Ebenfalls werde geprüft, ob ihr die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt werden können. 

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