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Nach Ansteckungen im Säli

Luzerner SP fordert Reihentests an allen Schulen

SP-Kantonsrat Urban Sager fordert vom Kanton dringliches Handeln. (Bild: )

Mit einem dringlichen Postulat fordert die Luzerner SP den Regierungsrat auf, Reihentests an den Schulen durchzuführen. Der Regierungsrat soll die Massnahme an allen Volksschulen umgehenden umsetzen.

Der SP-Politiker Urban Sager hat am Donnerstagmorgen ein dringliches Postulat beim Luzerner Regierungsrat eingereicht. Darin fordert er die Regierung auf, umgehend Reihentests an allen Luzerner Schulen umzusetzen. Sager kritisiert, dass sich das aktuelle Vorgehen des Kantons an den Primarschulen nicht bewährt.

Die Kritik steht vor dem Hintergrund der Geschehnisse am Luzerner Säli-Schulhaus. Dort häuften sich vergangenen Woche die Ansteckungen, bis sich zuletzt rund 50 Kinder mit dem Coronavirus angesteckt hatten. zentralplus berichtete exklusiv darüber.

Eltern hatten auf die Vorfälle die Einführung von Reihentests an Luzerner Schulen gefordert. Nun greift Urban Sager von der SP, zusammen mit Mitunterzeichnern der Grünen und der GLP den Ball auf.

«Dringender Handlungsbedarf»

Im Postulat schreibt er, dass die aktuellen Geschehnisse am Säli und anderen Schulhäusern, die Gesundheit der Kinder und den regulären Schulbetrieb gefährde. Darum fordert er umgehende Massnahmen: «Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit eine Eskalation umgehend verhindert werden kann.»

Der Postulant beurteilt darum den Einsatz von Reihentests als äusserst sinn- und wirkungsvoll. Gerade weil die Kinder bis zur fünften Klasse keine Maskentragen und sich zudem in ihrer Freizeit mit Kindern anderer Klassen und Schulen treffen. Die Folge davon seien viele Ansteckungen und zahlreiche Isolations- und Quarantänefälle, sowohl bei den Schülern und den Lehrpersonen als auch bei Eltern.

Für Urban Sager und die Mitunterzeichner ist darum klar: «Der Regierungsrat wird aufgefordert, die entsprechenden Entscheide umgehend zu fällen und die Massnahmen zum Schutze der Kinder, Lehrpersonen und Familien einzuleiten.»

Gesundheitsdirektor Guido Graf hatte am Mittwochabend zwar eine Verschärfung der Massnahmen im Kanton Luzern angekündigt (zentralplus berichtete). Die Schulen sind davon allerdings ausgenommen. Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann hatte bereits zu Beginn der Woche vermeldet, dass das Bildungs- und Kulturdepartement derzeit noch keinen Anlass sehe, die Schutzkonzepte der Schulen anzupassen (zentralplus berichtete). Die Stadt Luzern wiederum hat auf die Vorfälle am Säli-Schulhaus reagiert. Am Donnerstag hat sie für alle Kinder der 1. bis 6. Primar eine Maskenpflicht in der Tagesbetreuung angeordnet (zentralplus berichtete).


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