«Heuschnüpfler» aufgepasst

Luzerner sollen Pollenprognose revolutionieren

Pollen sollen schneller erkennbar werden. (Bild: Adobe Stock)

Seit fast 30 Jahren misst der Bund die Pollenkonzentrationen in der Luft. Ein Luzerner Start-up soll nun erstmals Messungen in Echtzeit möglich machen.

Rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an einer Pollenallergie. Um Pollenallergien zu diagnostizieren, zu behandeln und vorzubeugen, misst das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) seit 1993 die Pollenkonzentrationen in der Luft.

Bislang geschieht dies manuell. Dabei wird eine Trommel, an der die Pollen aus der Luft kleben bleiben, wöchentlich ins Labor geschickt. Dort erfolgt die schwierige Identifizierung der Arten durch Experten unter dem Mikroskop. Auf diese Weise können jeweils mittwochs die im Laufe der Vorwoche in der Luft gemessenen Pollenkonzentrationen veröffentlicht werden.

Messungen in Echtzeit

Nun aber ermöglicht der technische Fortschritt, dass man in Echtzeit wissen kann, welche Pollen gerade in der Luft sind, wie es in einer Mitteilung von Meteoschweiz heisst. Der Bund will deshalb ein automatisiertes Pollenmessnetz realisieren.

Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Unternehmen Swisens AG geschehen. Das in Horw angesiedelte Start-up verfügt über ein System, das auf dem Prinzip der «Erkennung der Pollen durch Holografie» basiert.

Die ersten Stationen werden für die Pollensaison 2021 bereit sein. Ab dann sollen die Pollenkonzentrationen in der Luft nur wenige Minuten nach der Messung verfügbar sein, schreibt der Bund weiter.

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