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Honorarkonsul Hermann Alexander Beyeler

Luzerner Multimillionär wegen «Weissrussland–Amt» in Kritik

Der schillernde Luzerner Multimillionär Hermann Alexander Beyeler wird momentan kritisiert. (Bild: hch)

Die Menschenrechtsorganisation «Libereco» finden: Die Honorarkonsuln des Lukaschenko-Regimes in der Schweiz und Liechtenstein müssen von ihrem Amt zurücktreten. Der offene Brief der Organisation wurde auch an den bekannten Luzerner Hermann Alexander Beyeler gerichtet.

Er wurde von SRF auch schon als «Zar von Reussbühl» betitelt. In der Sendung «Reporter» wurde er auf der Suche nach den Wurzeln seiner Herkunft begleitet. Hermann Alexander Beyeler, der Immobilienunternehmer, Kunstsammler und Mäzen, ist in Luzern bestens bekannt. Zuletzt war er in der Stadt im Gespräch, weil er das ehemalige C&A Gebäude an der Kapellgasse 4 gekauft hatte (zentralplus berichtete).

Menschenrechtsorganisation kritisiert Amt von Beyeler

Hermann Alexander Beyeler ist auch Honorarkonsul von Belarus. Und genau wegen dieser Funktion steht er in einem offenen Brief von «Libereco». In der Schweiz und Liechtenstein gibt es drei Honorarkonsuln, welche Belarus vertreten. Alle drei sind trotz Ukraine-Krieg und Unterdrückung nicht von ihren Posten zurückgetreten.

Zusammen mit «Libereco» sind es zwölf zivilgesellschaftliche Organisationen, welche den Rücktritt der Honorarkonsuln für die Republik Belarus fordern. «Dass sich die drei Herren weiterhin in den Dienst einer verbrecherischen Diktatur stellen, ist unfassbar. Trotz all der Verbrechen klammern sie sich weiter an ihr Amt, das verurteile ich auf das Schärfste. An ihren Händen klebt das Blut des folternden Lukaschenko-Regimes. Die drei Honorarkonsuln müssen sich entscheiden, ob sie sich als Demokraten verstehen oder als Handlager eines brutalen Diktators», sagt Lars Bünger, Präsident von Libereco Schweiz.

Rücktritt wird mit Nachdruck gefordert

Der offene Brief findet klare Worte. «Wir fordern Sie mit Nachdruck dazu auf, von Ihrer Funktion als Honorarkonsul der Republik Belarus in der Schweiz beziehungsweise Liechtenstein mit sofortiger Wirkung zurückzutreten», steht in dem Schreiben.

Im Amt als Honorarkonsul ist Beyeler seit 2019. Das Honorarkonsulat hat seinen Sitz in Pratteln. Seine Hauptziele als Honorarkonsul seien, die Wirtschaft und auch die Freundschaft der beiden Ländern zu fördern. «Unsere Hauptaufgabe bleibt es, belarussischen Bürgern und Einwohnern von Konsularbezirken in allen Angelegenheiten bezüglich der Republik Belarus zu helfen», schreibt Beyeler auf seiner Homepage. Ob er nach den Forderungen von seinem Amt zurücktreten wird, bleibt abzuwarten.

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