«Finanzieller Druck bleibt hoch»

Luzerner Kantonsspital verlängert Stellenstopp

Das Hauptgebäude des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: Archivbild)

Das Luzerner Kantonsspital verlängert den Stellenstopp: Da der finanzielle Druck hoch bleibe, werden die Spassmassnahmen nicht gestoppt. Bis mindestens Ende Jahr werden keine neuen Stellen geschaffen.

Weil unter anderem der Bundesrat Ende 2017 die Tarife für ambulante Behandlungen gesenkt hat, kam der Gewinneinbruch: Für das Jahr 2019 rechnete das Luzerner Kantonsspital (Luks) mit einem Defizit. Dagegen ergriff das Luks Sparmassnahmen – unter anderem sollten bis Ende Juni keine neuen Stellen geschaffen werden (zentralplus berichtete).

Finanzieller Druck bleibt hoch

Wie die «Luzerner Zeitung» am Freitag berichtete, werde der Stellenstopp nun bis Ende Jahr verlängert. «Es geht eine gewisse Zeit, bis Sparmassnahmen ihre Wirkung entfalten», wird Luks-Sprecherin Bettina Wildi zitiert. Weil der finanzielle Druck hoch bleibe, würden die Spassmassnahmen nicht gestoppt. Finanzchef Hansjörg Schmid sagte, dass das Luks mittelfristig auf Gewinne von jährlich 30 bis 40 Millionen angewiesen sei – vergangenes Jahr lag der Gewinn gerade einmal bei 4,1 Millionen Franken.

«Lukis» bindet Ressourcen

Von diesem Stellenstopp seien alle Bereiche betroffen – Ausnahmen gebe es nur bei Stellen, die bereits vergangenes Jahr bewilligt wurden, wie die «LZ» schreibt. Bettina Wildi sagte jedoch, dass es zu keinem Stellenabbau und zu keinen Engpässen gekommen sei. Dagegen hielt Miriam Rittmann, Präsidentin der Zentralschweizer Sektion des Berufsverbands der Pflegefachleute. Wie sie sagte, sei die Belastung für das Pflegefachpersonal «spürbar gestiegen».

Beim Luks bestehe Nachholbedarf, was das qualifizierte Personal beträffe. Es seien schon lange keine Anpassungen am Stellenschlüssel gemacht worden. Auch das Einführen des neuen Klinik-Informationssystem «Lukis» sei erschwerend, da es «extrem viele Ressourcen» binde. Von den Mitarbeitern werde hohe Flexibilität erwartet, wenn sie an einer Schulung sind, würden sie währenddessen auf der Abteilung fehlen.

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