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Stellungnahme nach grosser Diskussion

Luzerner Kantonsspital legt Chefarzt-Löhne offen

Richard Kobza, Chefarzt Kardiologie am Luzerner Kantonsspital, ist erfreut über den geplanten Ausbau der Kapazitäten. (Bild: Natalie Boo/AURA)

(Bild: Natalie Boo/AURA)

Bis zu 1,5 Millionen Franken Bruttojahreslohn sollen Chefärzte in Schweizer Spitälern verdienen, machte die «Rundschau» diese Woche publik. Das Luzerner Kantonsspital reagiert auf die Diskussion – und legt die Durchschnitsslöhne der eigenen Chefärzte offen.

Der «Rundschau»-Beitrag wirbelte viel Staub auf: Eine Million Franken sollen Chefärzte in Schweizer Spitälern durchschnittlich und pro Jahr verdienen. Gestern reagierte das Luzerner Kantonsspital (Luks) und legte in einer Medienmitteilung die eigenen Zahlen offen.

«Der Gesamtlohn der rund 200 Kaderärzte, das heisst der Chefärzte, der Co-Chefärzte und der Leitenden Ärzte, bewegt sich zwischen 230’000 und 550’000 Franken im Jahr. Der Durchschnitt liegt bei rund 330’000 Franken pro Jahr», macht das Spital publik.

Kein honorarbasiertes Lohnsystem

Ausserdem habe man das honorarbasierte Lohnsystem vor mehr als zehn Jahren abgeschafft. Das heisst: Chefärzte sowie die übrigen Kaderärzte erhalten keine Honorare aus der Behandlung von Privatpatienten, werden also nicht umsatzbasiert bezahlt.

Doch wieso machte das Luks die Zahlen so schnell bekannt? «Aufgrund der Berichterstattung in diversen Schweizer Medien sind auch bei uns Anfragen eingegangen, weil das Luzerner Kantonsspital bis dato nicht erwähnt wurde», sagte Sprecher Andreas Meyerhans zur «Luzerner Zeitung.»

Darum habe man sich entschieden, in die ­Offensive zu gehen. Weiter stellt der Luks-Sprecher gegenüber der Zeitung klar, dass die «Rundschau» schon letzten Dezember die Auskünfte zum Lohnsystem des Luks erhalten habe, diese wohl aber für deren Berichterstattung nicht bedeutend genug gewesen seien.

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